Eine Region für Top-Athleten

Hier finden alljährlich Weltcupbewerbe statt, und hier hält die Elite des Wintersports ebenso regelmäßig Trainingseinheiten ab.

Auf den Pisten und Loipen der Region Schladming-Dachstein sind immer wieder die Stars der Szene anzutreffen. Sie bereiten sich zu Beginn des Winters auf die Saison vor oder feilen zwischendurch am letzten Schliff.

 

Im Crosspark Reiteralm

Mit dem neuen Reiteralm Crosspark wurde in der Region ein 1100 m langer Profi-Parcours für die Freestyle-Disziplinen Ski- und Boardercross geschaffen. Bei ersten Fahrten im November 2017 zeigten sich sowohl die Athleten als auch der ÖSV-Cheftrainer begeistert. Und nicht minder fasziniert waren die Zuschauer entlang des Parcours aufgrund der spektakulären „Kopf an Kopf“-Rennverläufe.

Dazu ein Tipp: Der Crosspark verfügt über einen eigenen Publikums-Parcours, der interessierte Einsteiger zum Schnuppern einlädt.

Skicross Crosspark Reiteralm Start © ReiteralmBild: Reiteralm Bergbahnen

Wo die alpine Elite trainiert

Jedes Jahr, von November bis Saisonende, halten auf der Reiteralm Nationalteams aus aller Herren Länder Trainingseinheiten ab und sind auf der Suche nach dem perfekten Schwung. Auf diese Weise ergibt sich für Hobbyskifahrer immer wieder die Gelegenheit, der Weltelite bei der „Arbeit“ zuzusehen, sich ein paar Tricks abzuschauen und ein Foto oder Autogramm zu ergattern. Hot-Spots dafür sind die „Gasselhöh’-Weltcupstrecke“ für Super-G- und Riesentorläufer sowie die Talabfahrt „Finale Grande“ für Slalomfahrer.

Die Ursache für die Ausnahmestellung der Reiteralm liegt einerseits an der professionellen Arbeit der Pistencrew. Andererseits trägt die klimatisch begünstigte Lage des Skiberges das Ihre dazu bei. Hier ist es meist eine Spur kälter als anderswo und es schneit früher, wodurch bereits im Spätherbst perfekte Bedingungen geschaffen werden können. Heuer etwa eröffnete Superstar Marcel Hirscher die Trainingssaison auf der Reiteralm schon am 6. November 2017.

Nur kurze Zeit später waren auch auf der Hochwurzen Top-Athleten bei Rennvorbereitungen anzutreffen. Nachwuchstalente aus Slowenien und die Damen des ÖSV Technik-Teams wie Eva-Maria Brem oder Katharina Truppe absolvierten bereits zu Saisonbeginn Trainingseinheiten auf der Hochwurzen.

Die Pisten des Hauser Kaibling sind ein weiterer heißer Tipp für Fans der Ski-Elite. Seit vielen Jahren setzen hier die Profis des Deutschen Skiverbands auf die hervorragenden Bedingungen. Mit etwas Glück trifft man in der Gondel auf Stars wie Fritz Dopfer, Viktoria Rebensburg, Lena Dürr oder Christina Geiger.

v.l.: Aksel Lund Svindal, Aleksander Aamodt Kilde, Kjetil Jansrud

Training Damen Schweiz Reiteralm © Reiteralm Bergbahnen

Reiteralm Training Dave Ryding © Reiteralm Bergbahnen

22.11.2017, Schwarz, Feller, Hirscher © Reiteralm BergbahnenTraining auf der Reiteralm. Im 1. Bild die Norweger Aksel Lund Svindal, Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud (v.l.). Das 2. Foto zeigt die Damen aus dem Swiss-Ski-Team. Im 3. Bild ist der britische Rennfahrer Dave Ryding zu sehen. Auf dem letzten Foto sind die ÖSV-Athleten Marco Schwarz, Manuel Feller und Marcel Hirscher (v.l.) abgebildet.

Bilder: Reiteralm Bergbahnen

Bei Snowboardern beliebt

Am Galsterberg zählen Spitzensportler der Disziplin Snowboard zu den „Stammgästen“. Prominente Besucher waren etwa das deutsche Nationalteam oder die beiden russischen Olympiamedaillen-Gewinner Alena Zavarzina und Vic Wild, die auf der Vorderkar-Piste trainierten.

Auch auf der Hochwurzen freute man sich über hohe Snowboarder-Prominenz, als die Schweizer Olympiasiegerin Patrizia Kummer den Rohrmooser Hausberg heuer zu Trainingszwecken besuchte.

Olympiasieger Vic Wild am Galsterberg © GalsterbergDie russischen Olympiamedaillengewinner Alena Zavarzina und Vic Wild beim Training auf der Galsterbergalm.

Bild: Galsterberg

Langlauf, Biathlon & Co

Ramsau am Dachstein gilt als das Nordische Kompetenzzentrum schlechthin. Trainiert wird hier ganzjährig. Im Sommer etwa auf der Loipe am Dachsteingletscher, auf Skirollerstrecken oder auf der Mattensprunganlage.

Im Winter steht Sportlern die gesamte Ramsauer Infrastruktur zur Verfügung. Ein Blick auf die Herkunftsländer der Spitzensportler verdeutlicht, welchen Ruf Ramsau am Dachstein international genießt. Alleine in dieser Saison trainierten hier schon Langläufer, Biathleten, Nordische Kombinierer und Skispringer aus Deutschland, Amerika, Korea, Norwegen, Russland, Finnland, Japan, Polen, Slowenien und vielen anderen Ländern.

So mancher österreichische Spitzenathlet hat seinen Lebensmittelpunkt nach Ramsau am Dachstein verlegt, um von den Einrichtungen zu profitieren – darunter Nachwuchstalente wie Paul Gerstgraser, Philipp Orter oder Martin Fritz. Die aus Ramsau am Dachstein stammenden Nordischen Kombinierer Franz-Josef Rehrl und Mika Vermeulen profitieren in ihrer Sportlerkarriere vom Heimvorteil.

2017-10 Ramsau Skispringer ÖSV-Adler © photo-austria.at_Hans SimonlehnerSkisprung-Training im Oktober 2017 in Ramsau am Dachstein. Im Bild ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin, die Athleten Daniel Huber, Andreas Kofler, Manuel Poppinger und Stefan Kraft sowie Langlauf-Weltmeister Alois Stadlober (v.l.n.r).

Bild: photo-austria.at/Hans Simonlehner

More FUN auf der Piste

Funslopes, zwei Snowparks und ein neuer Crosspark bringen Spaß und Abwechslung

Als Ergänzung zu herkömmlichen Pisten stehen Wintersportlern in der Region Funslopes, ein Crosspark sowie Freestyle-Angebote zur Verfügung.

Funslopes für die ganze Familie

Funslopes halten, was der Name verspricht. Sie vereinen das Beste aus Piste, Snowpark und Skicross. Hier gelangen allerlei spielerische Elemente zum Einsatz, wie kleine Sprünge, Wellen, Steilkurven, Brücken, Tunnels, Schnecken und anderes mehr.

Das Tempo bestimmt jeder Wintersportler für sich, wodurch sich die Spaßpisten für alle Altersgruppen und Könnerstufen eignen.

Hochwurzen Funslope © Schladming-Dachstein_Christine HöflehnerBild: Schladming-Dachstein/Christine Höflehner

 

Der Planai Superpark für Freestyler

Anfänger sind ebenso im Superpark Planai willkommen. Er gliedert sich in eine Beginner-, Medium- und Pro-Kicker-Line – ausgestattet mit Rails, Tubes, Boxen, Mushrooms und Tables, die allen Ansprüchen gerecht werden. Der Park punktet zudem mit professioneller Betreuung durch erfahrene Shaper und der Verknüpfung zur SpotOn Video-App. Damit holen sich die Freestyler HD-Videos ihrer Runs aufs Smartphone. Unter www.superparkplanai.at gibts alle Details zur Anlage, inklusive einer Übersicht des aktuellen Setups.

Neu: Der Crosspark Reiteralm

Die Ski- und Boardercross-Szene erwartete mit großer Vorfreude die Eröffnung dieser neuen Anlage. Immerhin ist der Park mit zwei getrennt geführten Lines ausgestattet und hinsichtlich Länge und Vielfalt weltweit einzigartig.

Am 750 m langen Publikumsparcours haben alle Besucher Gelegenheit, das wahre Cross-Feeling hautnah zu erleben. Gegen Ende der Strecke erwartet sie mit dem sogenannten Almhütten-Sprung zudem ein absolutes Highlight.

Ein weltcuptauglicher Profiparcours bietet Spitzensportlern auf 1100 m Länge ideale Renn- und Trainingsbedingungen. Wenn die Profis pausieren, ist dieser Trail in Teilabschnitten und abgeschwächter Form als sogenannte „Chicken-Line“
allen sportlichen Skigästen zugänglich.

Interessierte finden den neuen Crosspark nahe der Bergstationen Preunegg Jet und Seppn Jet – und weitere Details online unter www.reiteralm.at

Skicross Crosspark Reiteralm Start © ReiteralmBild: Reiteralm

Alle Standorte

  • Boardercross-Trail Fageralm
  • NEU: Crosspark Reiteralm
  • Funslope Hochwurzen
  • Funslope und Funcross Planai
  • Superpark Planai
  • XL Funslope Hauser Kaibling
  • 2x Funslope Galsterberg
  • Cross-Ride-Track Riesneralm

10 Jahre Schladming-Dachstein

Grund zur Freude: Die Urlaubsregion feierte im Herbst 2017 ihr 10-jähriges Bestehen

Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass und werfen einen Blick zurück auf die Entwicklung der Region in der vergangenen Dekade: Auf bedeutsame Veränderungen und Ereignisse, die Schladming-Dachstein bis dato prägen.

Im Oktober 2007 entschieden acht heimische Tourismusverbände den Zusammenschluss zu einer gemeinsamen Urlaubsregion. Seither werden Marketing- und Vertriebsaktivitäten gebündelt und es erfolgt der einheitliche Auftritt als Marke Schladming-Dachstein.

Bei allen Gemeinsamkeiten konnte sich jeder einzelne Urlaubsort seine Charakteristik bewahren. Und eben diese Vielfalt zeichnet die Region aus. Ein Konzept, das bei den Gästen Anklang findet, wie kontinuierlich steigende Ankunfts- und Nächtigungszahlen beweisen.

Aufschwung durch die Sommercard

Diese positive Entwicklung ist mitunter auf den starken Wachstum im Sommertourismus zurückzuführen. Mittlerweile entfallen rund 43,5 % der Nächtigungen auf die Monate von Mai bis Oktober. Einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung der Region als Ganzjahres-Destination leistete die Einführung der Sommercard im Jahr 2007. Eine Vorteilskarte, die spürbare Vergünstigungen oder gar freien Zutritt zu Freizeiteinrichtungen und Dienstleistungen gewährt.

Infolge der steigenden Sommer-Nachfrage entstanden viele Attraktionen, ergänzend zu den sportlichen Möglichkeiten. Einige der Highlights sind die Zipline in Gröbming, drei Kletter- und Hochseilgärten (am Rittisberg, auf der Planai und am Stoderzinken), Mountain-Gokarts auf der Hochwurzen, ein Gipfelbad auf der Riesneralm, die Kinderspielplätze auf der Planai, der Reiteralm und am Rittisberg sowie eine Reihe an Sehenswürdigkeiten am Dachstein.

_C5A2537 Sommer Wandern © Schladming-Dachstein_Herbert RaffaltBild: Schladming-Dachstein/Herbert Raffalt

 

Top-Events als Impulsgeber

Die Vielfalt am Veranstaltungssektor ist ein weiterer Grund für den Erfolg der Region. Alljährliche Höhepunkte sind die Oldtimer-Rallyes Ennstal- und Planai-Classic, der Weltcup-Nachtslalom der Herren, der Weltcup der Nordischen Kombinierer oder das Blasmusikfestival Mid Europe. Hinzu kommen Live-Auftritte internationaler Top-Musiker, beispielsweise zum Winter-Opening auf der Planai oder zum Konzert im Schnee am Hauser Kaibling. Und im August 2016 und 2017 begeisterte Volks-Rock-‘n‘-Roller Andreas Gabalier zehntausende Menschen bei seinen Heimspielen. Einige
dieser Highlights finden in der ersten Winterhälfte statt – ein Blick in den Eventkalender der Regioin lohnt sich.

In den vergangenen Jahren stand die Region außerdem als Gastgeber für zwei Großevents im Fokus der Medien- und Sportwelt. Im Februar 2013 wurden in Schladming die Alpinen Skiweltmeisterschaften ausgerichtet. Damit gingen Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen einher. Von der errichteten Infrastruktur profitieren Einheimische wie Gäste noch heute.

Alpine Ski-WM 2013 © Schladming-Dachstein_Herbert RaffaltBild: Schladming-Dachstein/Herbert Raffalt

Im März 2017 folgte die Austragung der Special Olympics Weltwinterspiele in Ramsau am Dachstein, Schladming und Graz. Ein Event im Sinne gesellschaftlicher Inklusion für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung.

SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016
Bild: GEPA pictures/Special Olympics (Harald Steiner)

Die positive Entwicklung der Region lässt sich letztlich auf die Bemühungen und Entscheidungen aller touristischen Verantwortungsträger zurückführen. Und wir dürfen gespannt sein, was die folgenden zehn Jahre bereithalten.

Spezialitäten aus der Region

Das steirische Ennstal ist reich an erlesenen Speisen und Getränken

Im Ennstal bietet uns die Natur eine Vielzahl schmackhafter und gesunder Produkte. Sie werden vor Ort von Einheimischen nach überlieferten Traditionen hergestellt und verarbeitet. Einige lassen sich dabei gerne „über die Schulter blicken“.

Butter, Käse und andere Milchprodukte, Wurst- und Fleischdelikatessen, Schwammerln und Pilze, pikante und süße Krapfen, Honig, hausgemachte Marmeladen, Sirup- und Teevariationen aus Kräutern und Früchten, Bier, Schnäpse und Liköre sowie vieles andere mehr stehen in Schladming-Dachstein auf den Speisekarten der Gastwirte und in Verkaufsregalen.
Regional einzukaufen ist im Ennstal einfach: Viele Hersteller bieten ihre Waren direkt ab Hof und an Bauernmärkten an, beliefern Bioläden oder zum Teil die Supermärkte der Region.

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Bilder: TVB Ramsau/Tom Lamm (ikarus.cc)

 

„Genuss Region Österreich“

Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, auf regionaltypische Spezialitäten unseres Landes aufmerksam zu machen. Qualität, Herkunftssicherheit und die Förderung der heimischen Landwirtschaft sind dabei von zentraler Bedeutung.

Mittlerweile gibt es österreichweit 117 ausgezeichnete GenussRegionen mit individuellen Leitprodukten – darunter das Ennstal Lamm und der Ennstaler Steirerkas.

 

Ennstal Lamm

Schafe beweiden seit Jahrhunderten heimische Bergwiesen und Almen. Die Tiere leisten auf natürliche Weise einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege, indem sie die Verbuschung von Weideflächen verhindern. Zugleich wirken sich die frischen Berggräser und -kräuter positiv auf die Fleischqualität aus – es entstehen hochwertige Produkte vom Ennstal Lamm.
Die Haltung von Schafen hat sich vor allem auf Skipisten bewährt: die Tiere festigen die Humusdecke und versorgen die Weiden mit natürlichem Dünger. Besondere Erwähnung verdient das wissenschaftlich begleitete Almlammprojekt am Hauser Kaibling. Seit 2008 verbringen jährlich rund 800 Tiere mit einem Schäfer den Sommer auf dem Skiberg. Weitere Infos darüber erfahren Interessierte am Schafsinn-Rundweg (an der Bergstation).

Ein besonderes Erlebnis sind geführte Wanderungen entlang des Weges, inklusive Verkostung von Schafprodukten und einem Treffen mit dem Schäfer und seiner Herde (Details im Infobüro unter Tel. 03686 / 22 34-34).

Schafe am Hauser Kaibling by HAG

Bild: Hauser Kaibling

 

Ennstaler Steirerkas

Der Steirerkas (süddt. und österr. „Kas“ = Käse) ist eine pikant-würzig gereifte Delikatesse aus saurer Magermilch. Vorzugsweise wird der Kas in Verbindung mit einem Butterbrot oder Krapfen verzehrt oder verleiht den Steirerkasnock’n ihren unverwechselbar kräftigen Geschmack.

Die Herstellung dieser Käsesorte erfolgt durch Landwirte, Sennerinnen auf den Ennstaler Almen und nach traditionellem Rezept auch in der Käserei Gröbming. Sie erhielt 2016 für ihr Produkt beim International Cheese Award, der weltgrößten Käseprämierung, die Bronzemedaille in der Kategorie „Käse mit Gesundheitsnutzen“.

Das Naturparkhaus Schloss Großsölk widmet sich in einer Ausstellung dem „Gold der Almen – Steirerkas“ und vermittelt Wissenswertes über die uralte Käsetradition. Als Praxis-Ergänzung besteht Gelegenheit zur Teilnahme an der „Steirerkas-Roas“. Kühe melken, Krapfen backen und andere almerische Tätigkeiten werden unter Anleitung ausgeführt, und zum Abschluss gibts das „Ennstaler Almdiplom“. Über Termine und Details informiert das Naturparkbüro unter Tel. 03685/20903.

Am Kasweg – er führt von der Planneralm zur Schrabachalm – erfährt der Wanderer von Infotafeln Wissenswertes über die traditionelle Verarbeitung von Milch zu Buttermilch, Butter und Käse. Im Anschluss an die Wanderung können Produkte wie der prämierte Steirerkas aus eigener Herstellung auf der bewirtschafteten Schrabachalm verkostet werden.

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Bild: Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt

 

Trend: Picknick

In unberührter Natur und netter Gesellschaft hochwertige, schmackhafte Speisen und Getränke genießen – Zutaten für ein perfektes Picknick. Heimische Touristiker bieten dafür mit Spezialitäten gefüllte Körbe an, die auf Vorbestellung abholbereit sind:

  • Diverse Picknick-Packages im Gröbminger Land, Infobüro, Tel. 03685/22131-22;
  • Gipfel-Picknick im Squarechair, Riesneralm Bergbahnen, Tel. 03680/606;
  • Picknick-Rucksackerl, Kaufhaus Sieder, Rohrmoos, Tel. 03687/61482;
  • Ramsauer Jausenkörberl, Infobüro Ramsau am Dachstein, Tel. 03687/818338.

Herzklopfen im Groebminger Land - Abenteuer und Romantik

Bild: Martin Huber

 

Durstlöscher

Ob hausgemachte Sirupvariationen aus Kräutern und Blüten, fein abgestimmte Frucht- und Kräuterteesorten, oder Hochprozentiges wie Edelbrände und Liköre: die Natur versorgt uns mit feinsten Rohstoffen, und die Einheimischen wissen sie entsprechend zu verarbeiten.

Seit mehr als 100 Jahren wird in Schladming Bier gebraut. Dafür unbedingt erforderlich ist reines Wasser, das für das Schladminger Bier aus naturbelassenen Bergquellen der Schladminger Tauern stammt.

 

Besichtigungen

Folgende Einrichtungen geben im Rahmen von Führungen spannende Einblicke in die Herstellung und Verarbeitung heimischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln:

  • Kräuterbauernhof Percht, Michaelerberg;
  • Latschenbrennerei Planneralm, Donnersbach;
  • Schladminger Bier, Brauerei Schladming;
  • Schnaps- und Latschenbrennerei am Mandlberggut, Mandling;
  • Troger Mühle mit Schaumahlen, Naturpark Sölktäler.

Gütesiegel und Apps

In der Region legen viele Gastronomen Wert auf regionale und saisonale Produkte – das verkürzt Transportwege, schont die Umwelt, unterstützt die heimische Landwirtschaft und sichert Arbeitsplätze.

Die hohe Qualität, der Geschmack und ökologische Kriterien werden zudem regelmäßig kontrolliert und durch diverse Gütesiegel bestätigt. Um den Überblick zu erleichtern und ein schnelles Auffinden „ausgezeichneter“ Wirte zu ermöglichen, stellen wir im Folgenden einige Gütesiegel vor:

  • Betriebe mit der Auszeichnung Kulinarium Steiermark verpflichten sich zehn Genuss-Versprechen einzuhalten, wobei Saisonalität und Regionalität der Lebensmittel von zentraler Bedeutung sind. Die Smartphone-App Da schmeckt’s hilft bei der Suche nach entsprechenden Gaststätten und listet zudem „Gault&Millau“-Haubenlokale auf.
  • In der Guten steirischen Gaststätte gelangt auf Teller, was der steirische Boden ringsum hergibt – ebenfalls je nach Region und Saison.
  • Das AMA-Gastrosiegel erhalten Wirte, die traditionelle Gerichte aus hochwertigen, österreichischen Rohstoffen servieren und die Herkunft dieser Produkte auf den Speisekarten entsprechend ausweisen. Mit der App Schmankerl Navi lassen sich die Betriebe bequem ausfindig machen.
  • Im Fokus der GenussHütten und GenussWirte – zertifiziert von der „Genuss Region Österreich“ – stehen einmal mehr Regionalität, Saisonalität und vor allem Gastfreundschaft.

Das waren die Special Olympics Weltwinterspiele

Eine Nachlese zur größten sozialen und sportlichen Veranstaltung des Jahres.

Von 14. bis 25. März 2017 fanden in Schladming, Ramsau am Dachstein und Graz die Special Olympics Weltwinterspiele statt.

 

Special Olympics engagiert sich in 170 Ländern für die Akzeptanz und Inklusion von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Sie erhalten mit Hilfe des Sports mehr Selbstvertrauen und Lebensqualität. Alle zwei Jahre veranstaltet die Organisation abwechselnd Weltsommer- und Weltwinterspiele. Die Steiermark war im März 2017 bereits zum zweiten Mal Gastgeber dafür.

Eröffnungsfeier

Am 18. März erfolgte im Schladminger Planai-Stadion die feierliche Eröffnung der Spiele mit einer mitreißenden Show. 15.000 Zuschauer verfolgten live vor Ort den Einzug der Delegationen, mit 2600 Athleten aus 105 Nationen, die von berühmten Persönlichkeiten wie Heather Mills, Fürstin Charlène von Monaco und zahlreichen anderen Prominenten begleitet wurden.

Der Abend bot außergewöhnliche Tanzdarbietungen, musikalische Liveacts und Traditionelles wie Glöckler oder Perchten. Zu den emotionalen Highlights zählten das Hissen der Special-Olympics-Fahne, das Entzünden des Olympischen Feuers – der Flamme der Hoffnung – und das Vortragen des Olympischen Eids: „Lasst mich gewinnen. Aber wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst es mich mutig versuchen.“

Der „Herzschlag für die Welt“ pochte laut

Die Euphorie der Athleten während der Sportbewerbe in neun Disziplinen, die begeisterten Fans, rund 1000 berührende Siegerehrungen und der Einsatz von 3000 freiwilligen Helfern zeigten, dass Sport über alle Grenzen hinweg verbindet. Der Event entsprach einem riesigen Fest der Herzlichkeit und Lebensfreude, die in allen Bereichen spürbar waren.

Die Spiele endeten am 24. März in Graz mit einer feierlichen Schlusszeremonie vor 15.000 Zuschauern – doch die positiven Erinnerungen, das Mehr an Akzeptanz und der olympische Gedanke bleiben.

 

SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017 SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017 SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017 SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017 SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017 SPECIAL OLYMPICS - SOWWG 2017

Bilder: GEPA pictures/Special Olympics (Harald Steiner, Christopher Kelemen, Mathias Mandl)

500 Jahre Reformation

Der Verbreitung des evangelischen Glaubens kommt im Ennstal eine Sonderstellung zu, insbesondere im bis heute protestantisch geprägten Ramsau am Dachstein

Die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen ab dem Herbst 1517 zählt zu den bedeutendsten Ereignissen der Frühen Neuzeit.

 

Begünstigt durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks, gelangten Luthers Ideologien und Schriften rasch in Umlauf. Herangetragen durch Knappen, Kaufleute und Adelige erreichten sie bald das steirische Ennstal, wo ab 1519 weite Teile der Bevölkerung Luthers Glaubensgrundsätzen folgten, in der Hoffnung zur Rückbesinnung auf ursprüngliche christliche Werte.

Ende des 16. Jahrhunderts waren bereits rund zwei Drittel aller Steirer evangelisch, darunter unzählige Bauern wie auch Adelige.

Gegenreformation und Geheimprotestantismus

Die katholische Kirche und der österr. Erzherzog Ferdinand II reagierten mit einer Gegenreformation. Ab 1598 wurden evangelische Bücher verboten und verbrannt, und die Anhänger der Reformation mussten sich unter der Androhung von Repressalien zum katholischen Glauben bekennen. Wer sich nicht beugen wollte, wurde zwangsbekehrt oder musste das Land verlassen.

Zu dieser Zeit begannen Bürger in schwer erreichbaren Regionen, allen voran in Ramsau am Dachstein, den evangelischen Glauben geheim zu praktizieren. Salzträger schmuggelten von Gosau über den Dachstein Lutherbibeln in das Bergdorf. Die Einwohner versteckten sie vor den Religionskommissären, zum Teil in den Bergen, oder auch im Stall unter der „bösesten“ Kuh. Nach außen hin rekatholisiert, wurden evangelische Schriften heimlich gelesen und ebenso heimlich Andachten abgehalten. Die Ketzer riskierten damit Haus und Hof zu verlieren.

Tipp: Der Bibelsteig von Gosau nach Ramsau am Dachstein folgt den Spuren der Schmuggler, die über diese Strecke die verbotenen Lutherbibeln ins Ennstal transportierten. Es ist ein Teilabschnitt des 500 km langen Pilgerpfades „Der Weg des Buches“, der von Passau bis zur slowenischen Grenze führt. Details auf www.wegdesbuches.eu

Knapp 200 Jahre später, erst im Oktober 1781, besiegelte das Toleranzpatent das Ende der Gegenreformation und ermöglichte die freie
Religionsausübung.

Bereits im folgenden Jahr wurden in Schladming und in Ramsau am Dachstein protestantische „Toleranzgemeinden“ gegründet. Zu diesem Zeitpunkt offenbarte sich, mit welcher Vehemenz sich der Widerstand der Ramsauer hielt: von 130 Familien waren 127 evangelisch!

500 Jahre später

Noch heute stellt der Anteil an Protestanten in Ramsau am Dachstein rund 80% – deutlich höher als der österreichweite Wert von 4%. Und auch die älteste, noch erhaltene Lutherbibel Österreichs, stammt von einem Ramsauer Traditionshof, datiert auf das Jahr 1536.

Häufig förderten Umbauarbeiten an alten Ramsauer Anwesen in den vergangenen Jahrzehnten historische, einst versteckte Lutherbibeln zutage, andere wurden von Generation zu Generation vererbt. Bei vielen fehlt allerdings das Titelblatt. Eine Sicherheitsmaßnahme, denn die Religionskommissäre der katholischen Kirche konnten zwar nicht lesen, erkannten aber das Erscheinungsbild auf der ersten Seite der Lutherbibel.

Tipps für Interessierte

Aufgrund der bewegten religiösen Geschichte, wird das Reformations-Jubiläum in der Region auf besondere Weise gefeiert:

Der heimische Autor Peter Gruber liest am 13. Mai, um 20 Uhr, in der evangelischen Kirche in Ramsau am Dachstein aus seinem Roman
Die Notgasse. Er beschreibt die Geschichte von vier Brüdern, die zu Beginn der Reformation lebten. Zentraler Handlungsort ist die „Notgasse“, eine schmale Schlucht im Dachsteingebirge, die einst von Almleuten, Säumern und Schmugglern genutzt wurde. Die Schluchtwände zieren bis zu 2000 Jahre alte Felsritzbilder.
Der Gröbminger Josef Schnedl begleitet die Lesung Peter Grubers musikalisch.
Tipp: Der Tourismusverband Gröbminger Land organisiert im Sommer wöchentlich geführte Wanderungen durch das UNESCO Welterbe Notgasse.

 

Das Ramsauer Heimatmuseum Zeitroas eröffnet am 24. Mai anlässlich des Jubiläumsjahres die Sonderausstellung Glaubenskisten 1517–2017. Sie beleuchtet die religiöse Geschichte der Region und ihre Auswirkungen auf Kultur, Tradition, Arbeit, Brauchtum und Bildung ihrer Bewohner. Zugleich prägen in diesem Jahr sogenannte Glaubenskisten das Ramsauer Erscheinungsbild – 15 große Holzboxen, die im gesamten Ortsgebiet aufgestellt werden und ihre Betrachter zur Erforschung der Inhalte einladen. Über die Standorte der Kisten informiert eine spezielle Wanderkarte, die im Tourismusbüro und im Museum erhältlich ist.

Weitere Details liefert das Internet unter www.zeitroas.at

 

Das Museum Schloss Trautenfels (siehe Foto) widmet sich in der Sonderausstellung Gott und die Welt dem Thema Glaube und Glauben. Besucher erfahren u. a. Wissenswertes über die großen Weltreligionen, die Evolution und die Schöpfung. Mit der Geschichte des Schlosses selbst erfolgt schließlich der Bezug zur Reformation. 1575 ließen die damaligen Besitzer die Kirche Neuhaus errichten, die zum religiösen Zentrum der Protestanten wurde. Die Kirchenruine befindet sich nur wenige hundert Meter vom Schloss entfernt, mit einem Bibel-Wanderweg über sieben Stationen entlang der Grundmauern.

Näheres über diese und weitere Ausstellungen in Trautenfels unter www.schloss-trautenfels.at

 

Quellen und weiterführende Literatur:

 

Schloss Trautenfels © Steiermark Tourismus_Katharina KrennBild: Steiermark Tourismus/Katharina Krenn

Schloss Großsölk

Zeitreisen im Naturparkhaus der Sölktäler

Das im 14. Jahrhundert erbaute Schloss dient seit 1998 als Naturparkhaus. Es beheimatet ein Museum mit Dauerausstellungen sowie jährlich wechselnde Exponate. Zum Schloss zählen ebenso der „Jesuitengarten“, eine Kirche, ein Labor und ein Café.

Die Ausstellungen

In der Dauerausstellung Natura Mirabilis wird das Leben des Adeligen Johann von Hohensee dargestellt. Virtuelle Notizbücher und anschauliche Objekte dokumentieren seine Forschungsarbeiten, die er vor über 200 Jahren durchführte. Andere Themen betreffen die Geschichte des Schlosses, die geologische Entstehung der Sölktäler, deren Natur und Kultur, die Epoche der Säumer sowie bedrohte Tierarten.

Der Steirerkas – das Gold der Almen. Diese permanente Ausstellung, verweist auf die heimische Tradition der Käseherstellung und ihre regional-typische Spezialität – den beliebten, pikant-würzigen Steirerkas’.

„Der Wolf kehrt zurück“

Vor mehr als 100 Jahren wurden die Wölfe aus Österreich vertrieben. Nun fanden sie auf eigenständige Weise den Weg zurück und beschäftigen damit weite Teile der Bevölkerung. Das Schloss Großsölk veranstaltet zu diesem Thema eine Sonderausstellung. Zu sehen sind ein echtheitsgetreuer Wolf, präparierter Wolfskot und Wolfshöhlen – dazu Videodokus, ein interaktiver Wolfswald und Schautafeln.
Eine internationale Fachtagung (von 16. bis 18. Mai 2017) sowie eine historische Exkursion (am 15. Juli 2017) widmen sich eingehender dem Thema Wolf. Näheres darüber unter www.naturparkakademie.at

Im Naturparklabor

Jeden Donnerstag haben Hobbyforscher Gelegenheit, im Schlosslabor die Themen Wasser, Wald und Kräuter zu erkunden. Bei entsprechendem Wetter folgt eine Entdeckungsreise in die Natur, bei der sich die Teilnehmer auf die Suche nach Marmor und Insekten begeben oder waldpädagogische Spiele unternehmen.

Infos und Anmeldungen (erforderlich bis zum Vortag) unter 0676/900 47 41.

Café, Schlossgarten und Bildergalerie

Im historischen Schlosshof werden im Café Endlich Ruhe Kuchen, Kaffee und regionale Produkte kredenzt: Kräutertee aus dem Jesuitengarten, würziger Steirerkas von den Almen oder Goldmelissensaft vom Biobauern. Dem Café ist überdies eine sehenswerte Kunstausstellung der Schladminger Malerin Marlene Schaumberger angegliedert. Sie zeigt Aquarelle aus ihrer Serie „Im Einklang“.

Das Naturparkhaus ist von 17. Mai bis 30. September 2017, mittwochs bis sonntags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

An dieser Stelle verweisen wir auf zwei Veranstaltungstermine im Schloss: Den Gartentag im Jesuitengarten am 20. Mai 2017 und das Kasfest am 23. September 2017.

 

Schloss Großsölk Luftaufnahme NEU Copyright Naturpark Sölktäler

 

Jesuitengarten 2 Schloss Großsölk © Naturpark Sölktäler

Bilder: Naturpark Sölktäler

Die Special Olympics Welt-Winterspiele

Von 14. bis 25. März 2017

Im April 2012 erhielt Special Olympics Österreich die offizielle Zusage zur abermaligen Ausrichtung von Welt-Winterspielen, mit Schladming, Ramsau am Dachstein und Graz als Austragungsorte.

Seither sind fünf Jahre vergangen, in denen viel Zeit und Energie in die Organisation dieses Mega-Events floss. In Summe reisen im März 2017 rund 14.600 Personen in die Steiermark, um an dieser einzigartigen Veranstaltung teilzunehmen bzw. um sie und die Athleten zu unterstützen (siehe Facts weiter unten).

Die Geschichte von Special Olympics

Auf Initiative von Eunice Kennedy Shriver, der Schwester des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, wurden im Jahr 1962 erstmals Sommercamps für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung veranstaltet. Diese verspürten durch die körperlichen Aktivitäten eine beachtliche Verbesserung der Lebensqualität. Sechs Jahre später wurden in Chicago (USA) die ersten Internationalen Special Olympics Sommerspiele abgehalten.

Die Special Olympics Vision war und ist, mit Hilfe der positiven Eigenschaften des Sports weitere Athleten und Unterstützer zu finden, um in der Gesellschaft ein Mehr an Akzeptanz und Toleranz für unsere besonderen Mitmenschen zu erreichen. Die Organisation will Barrieren abbauen und Menschenrechte stärken.

Die Entwicklung in Österreich

Im Jahr 1986 wurde die private Gesellschaft Special Olympics Austria gegründet.

Der Steirer Arnold Schwarzenegger, Schwiegersohn der Gründerin Eunice Kennedy Shriver, engagiert sich seit den 1980ern für intellektuell beeinträchtigte Menschen. Er setzte es sich zum Ziel, in seiner Heimat einen internationalen Special Olympics Bewerb durchzuführen. In Schladming fand er einen geeigneten Veranstaltungsort und zugleich im damaligen Bürgermeister Hermann Kröll einen aufgeschlossenen Ansprechpartner. Schladming entschloss sich 1989 für die Austragung der Welt-Winterspiele 1993 zu kandidieren – und erhielt den Zuschlag.

Von 20. bis 27. März 1993 organisierten Schladming, Ramsau am Dachstein und Salzburg die ersten Special Olympics Welt-Winterspiele außerhalb von Nordamerika. 1600 Athleten aus über 50 Ländern beteiligten sich an dem Mega-Event.

Noch 1993 formierte sich die Organisation neu als Verein Special Olympics Österreich, mit Hermann Kröll als ehrenamtlichen Präsidenten.

Tipp: Das Stadtmuseum Schladming zeigt von März bis Ostern eine Sonderausstellung über Special Olympics, mit Hintergrundinformationen und Geschichten rund um dieses einzigartige Fest der Menschlichkeit.

2017: „Heartbeat for the World“

Heute erreicht Special Olympics mit seinem Trainings- und Wettkampfprogramm rund 4,5 Millionen Athleten mit mentaler Beeinträchtigung in 170 Ländern – allein in Österreich sind es ca. 20.000 Sportler.

Alle zwei Jahre richtet die Organisation abwechselnd Welt-Sommer- und Welt-Winterspiele aus. Den steirischen Orten Schladming, Ramsau am Dachstein und Graz wird von 14. bis 25. März 2017 die Ehre zuteil, die 11. Welt-Winterspiele unter dem Motto „Herzschlag für die Welt“ zu veranstalten (Details zum Programm weiter unten).

Zusätzlich zum sportlichen Programm in neun Disziplinen, werden im März 2017 zwei Demonstrationsbewerbe durchgeführt. Dazu zählt das MATP (Motor Activity Training Programme) für Sportler mit schweren oder mehrfachen Beeinträchtigungen; und am 22. März
findet der Special Olympics World Dance Contest in Graz statt.

Neben den sportlichen Bewerben wird den Athleten die Teilnahme an interessanten und sinnvollen Side-Events ermöglicht. So gewinnen sie beim Host Town Programm Einblicke in die österreichische Kultur, Lebensweise und Tradition. Beim Healthy Athletes Programm erhalten alle Sportler kostenlos Zugang zu medizinischen Untersuchungen.

Botschafter

Dutzende Prominente stellen sich als offizielle Botschafter für die Spiele zur Verfügung. Unter ihnen sind aktive und ehemalige Skistars wie Anna Veith (vorm. Fenninger), Renate Götschl, Marcel Hirscher und Hans Knauß, der Extrembergsteiger Reinhold Messner, Starfotograf Manfred Baumann, der Musiker James Cottriall und viele andere mehr.

Auch Arnold Schwarzenegger unterstützt die Special Olympics World Winter Games – er hat das Patronat für die Spiele inne.

 

Eines steht fest: die Spiele markieren einen weiteren Meilenstein im Sinne von Menschlichkeit, Verständnis, Akzeptanz und Integration.

 

Weitere Infos über die Spiele und Details zum Programm

Wer dabei ist:

  • 2700 Athleten aus 107 Nationen, 1100 Trainer, 3000 freiwillige Helfer, 5000 Familienmitglieder und Freunde, 800 Kongressteilnehmer, 800 Medienvertreter und 1200 VIPs.

Wichtige Termine:

  • 17. bis 24. März, ganztägig auf der Festivalbühne und im Hüttendorf im Rathauspark: Siegerehrungen, steir. Musikprogramm und Musikgruppen (z.B. Michelle Kiesling & Chris Andrews, Hackbrett, Edelseer), Public Viewing Eröffnung, Coca-Cola- und Audi-Truck, Infostand, Zirkusschule Irdning, Kunsthandwerksstände, regionale Kulinark . . .
  • 17. bis 24. März, ganztägig im Olympic Town Zelt am Wetzlarplatz Schladming: Integratives Kaffeehaus, Kreativecke mit Bastel- und Handwerksprogramm, Styling- und Relaxlounge, Sport- und Funstationen, Fotobox.
  • 17. bis 24. März: Austragung der sportlichen Bewerbe.
  • 18. März, ab 19 Uhr: Eröffnungsfeier im WM-Park Planai (Schladming), mit Entzündung des Olympischen Feuers und diversen Liveacts.
  • 24. März, ab 19 Uhr: Schlussfeier in der Merkur-Arena (Graz), mit diversen Liveacts.

Sportliche Bewerbe und Austragungsstätten:

  • Ski Alpin und Snowboard (Schladming, Hochwurzen Piste 32 und Schwaiger-Lift).
  • Ski Nordisch und Schneeschuhlauf (Ramsau, WM-Stadion und Sprungstadion).
  • Eiskunstlauf und Eisschnelllauf (Graz, Merkur Eisstadion), Floorball, Floor Hockey und Stockschießen (Graz, Messecongress).

Aktuelle Infos und Details unter www.austria2017.org

SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016

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Bilder: GEPA pictures / Special Olympics

The Nightrace

Das 20. Jubiläum des legendären Weltcup-Nachtslaloms der Herren

Am Dienstag, den 24. Jänner 2017, misst sich die internationale Ski-Elite zum 20. Mal auf der Schladminger Planai beim Nachtslalom der Herren.

Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um einen Rückblick auf die Geschichte dieses berühmten Rennens zu werfen und einige interessante Details preiszugeben.

Impulsgeber

Die Idee, ein Rennen abends bei Flutlicht auszutragen, kam 1995 von Bernhard Knauß. Der ältere Bruder von Hans Knauß, einem der bislang erfolgreichsten Ski-Rennläufer Schladmings, war zu dieser Zeit bereits mehrfacher Profi-Weltmeister der U.S. Pro Ski Tour – einer Rennserie außerhalb des Weltskiverbandes. Bernhard setzte es sich zum Ziel, ein Profi-Rennen auf der Planai zu organisieren. Da der Parkplatz am Fuße der Planai tagsüber für die Wintersportgäste freizuhalten war, schlug Bernhard Knauß eine Abendveranstaltung vor. Zu diesem Zweck wurden die Schneekanonen am Pistenrand mit Scheinwerfern versehen – und so fand vor etwa 5000 Zuschauern das erste abendliche Profi-Rennen auf der Planai statt.

Die Rückkehr des Weltcups

Auf der Planai wurden bereits seit 1973 Weltcuprennen veranstaltet, was jedoch vorerst im Jahr 1991 endete.

Der Erfolg des abendlichen Profi-Rennens erregte die Aufmerksamkeit des Österreichischen Skiverbandes, der daraufhin am 26. Jänner 1995 eine Kooperationsvereinbarung mit dem WSV Schladming traf. An diesem Tag wurde die Rückkehr von FIS-Weltcuprennen in Schladming besiegelt.

Der Beginn einer neuen Ära

Der WSV Schladming hatte unter der Leitung von Obmann und Cheforganisator Mag. Hans Grogl zwei Jahre Vorbereitungszeit, ehe am 30. Jänner 1997 der 1. Weltcup-Nachtslalom der Herren unter Flutlicht ausgetragen werden konnte. Seither belegt das Rennen unter dem Begriff „Nightrace“ einen Fixplatz im jährlichen Weltcupkalender – lediglich im Jahr 2013 musste der Bewerb anlässlich der Alpinen Ski Weltmeisterschaften in Schladming pausieren.

Das Nightrace in Zahlen

Dass Hans Grogl und sein Organisationskomitee dabei damals wie heute logistische Höchstleistungen vollbringen, verdeutlicht ein Blick auf die Zahlen:

  • Den Auftakt 1997 verfolgten 27.000 Zuschauer live vor Ort, im zweiten Jahr waren es bereits 35.000 Fans. Schnell entwickelte sich ein Hype um dieses zum damaligen Zeitpunkt einzigartige Rennen, wodurch die Besucherzahlen kontinuierlich auf über 40.000 anwuchsen. Im Rekordjahr 2009 wurden gar 50.000 Skifans in Schladming gezählt.
  • Ein ausgeklügeltes Verkehrs- und Parksystem sorgt für eine reibungslose An- und Abreise von rund 3000 Autos und 400 Bussen. Die ÖBB richtet zudem Sonderzüge ein.
  • Der Nachtslalom erreichte in den letzten Jahren stets Top-Quoten im ORF. Im Vorjahr verfolgten bis zu 1,7 Millionen Zuseher den 2. Durchgang im österreichischen TV.
  • Aus einer wissenschaftlichen Studie geht hervor, dass im Jahr 2010 Umsätze in der Höhe von 12,8 Millionen Euro erwirtschaftet wurden, die vorwiegend der Region zugute kamen.
  • Für die Präparierung der Rennstrecke wird zunächst die oberste Schneeschicht von Pistengeräten in 15 bis 20 Arbeitsstunden aufbereitet. Anschließend werden rund 1000 Kubikmeter Wasser mit 14 bar Druck in die Piste gepumpt. Bei idealen Temperaturen ergibt das einen ausgefrorenen Pistenstock von ca. 30 cm.
  • Am Rennabend selbst sind auf der Piste rund 200 Helfer im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Weitere Details über die Vorbereitungsarbeiten, mit spannenden Hintergrundinformationen, liefert ein Video auf der offiziellen Nightrace-Website unter www.thenightrace.at

Die Sieger

Bei zehn der bislang 19 Rennen holte sich ein Österreicher den Sieg. Die unangefochtene Nummer 1 ist der Ex-Rennläufer Benni Raich (AUT): Er stand in Schladming sieben Mal am Podium, holte vier Siege, zwei 2. Plätze und einen 3. Platz.

Ihm folgen

  • Mario Matt (AUT),
    zwei 1. und zwei 3. Plätze;
  • Kalle Palander (FIN),
    zwei 1. und ein 3. Platz;
  • Reinfried Herbst (AUT), Henrik Kristoffersen (NOR) und Alberto Tomba (ITA)
    mit jeweils zwei Siegen.

Das Programm 2017

Wenn am Dienstag, den 24. Jänner 2017, auf der Planai die Flutlichter angehen, werden abermals rund 45.000 Fans in dem 5000-Einwohner-Ort Schladming erwartet. Unter den Gästen finden sich zahlreiche Prominente aus Wirtschaft, Politik, Sport und Showbiz sowie etliche Medienvertreter. Sie verfolgen ab 17.45 Uhr das spannende Rennen über zwei Durchgänge live vor Ort und werden für jene unvergleichliche Atmosphäre sorgen, die das Nightrace ausmachen. Entlang des Zielhanges bilden die zigtausenden Fans ein buntes Fahnenmeer. Sie jubeln den Slalomläufern zu, begleitet von originellen, akustischen Instrumenten. Viele Skistars gaben in Interviews an, von den lautstarken Anfeuerungen und der einzigartigen Stimmung beflügelt zu werden.

 

Zu den Nebenveranstaltungen des Nightrace zählen unter anderem

  • ein Prominenten-Skirennen (Montag, 15 Uhr),
  • die öffentliche Startnummernverlosung (Montag, 19 Uhr),
  • Nightrace Partys mit Showprogrammen auf mehreren Bühnen im Ort und entlang der legendären Weltcupmeile (Montag ab 17 Uhr, Dienstag ab 14 Uhr).

Nightrace © Schladming-Dachstein_Daniel Scharinger 1028_nightrace_nachtslalom_herren_schladming © Steiermark Tourismus_ikarus.cc

Bilder: Schladming-Dachstein/Daniel Scharinger (1), Steiermark Tourismus/ikarus.cc (2)

Über die Entstehung unserer Landschaft

Geologie und Klima formten unsere Umgebung und verändern sie stetig

Das Obere Ennstal wird begrenzt von den Kalkalpen im Norden und den Niederen Tauern im Süden. Die Entstehung dieser Gebirgsketten geht auf eine Jahrmillionen dauernde Entwicklung zurück.

Bedingt durch die Verschiebung der Kontinentalplatten Afrikas und Europas  kam es zur Auffaltung der Alpen. Zu jener Zeit war das Gebiet von einem tropischen Meer bedeckt, das Ton und Sand ablagerte. Unter hohem Druck und heißen Temperaturen wandelten sich diese Sedimente in Glimmerschiefer und Gneise, die heute als Gestein das Fundament der Niederen Tauern bilden.

Das Dachsteinmassiv, als Teil der Alpen, besteht aus Kalk- und Dolomitgestein. Darin eingeschlossen finden sich zum Teil Muscheln oder Korallenstöcke – Überreste eines Korallenriffs, aus eben diesem tropischen Meer.

Die letzte Eiszeit, sie endete vor ca. 12.000 Jahren, schuf das heutige Erscheinungsbild. Ihre Gletscher schürften und rundeten vormals V-förmige zu U-förmigen Tälern.

Nach dem Abtauen der Eismassen gerieten die steilen Hänge in Bewegung – es kam zu Rutschungen und Felsstürzen. Sie kommen zum Teil noch heute vor und formen auf diese Weise die Landschaft immer wieder neu. In der Region bewirken äußere Einflüsse wie Niederschläge und Gesteinsverwitterungen eine permanente Veränderung der Umgebung – vielfach beschleunigt durch Eingriffe des Menschen in die Natur.

Wer Ausführlicheres über die Entstehung des landschaftlichen Erscheinungsbildes der Region erfahren möchte, hat dazu in zwei öffentlich zugänglichen Einrichtungen Gelegenheit:

Eine Zeitreise durch die Sölktäler

Im Naturpark Sölktäler begibt sich der Besucher entlang eines Themenwanderweges im Gumpeneck auf eine geologische Zeitreise über 500 Millionen Jahre. An 24 Stationen wird die Entstehung der heimischen Gebirgslandschaft auf eindrucksvolle Weise erklärt.

Im Gumpeneck finden sich zudem unzählige geologische Besonderheiten wie verformte Marmorblöcke oder Dolinen, die auf unterirdische Höhlensysteme hinweisen.

Der Themenweg wurde als Rundwanderung angelegt, die zwei bis zweieinhalb Stunden Gehzeit in Anspruch nimmt. Im Naturparkbüro liegt ein informativer Wanderführer auf, der Näheres zu den Stationen und den geologischen Prozessen beinhaltet

 

 

Klafferkessel © Steiermark Tourismus Herbert Raffalt Sölk Steinverwerfung IMG_8465_(c)_Volkhard_Maier

Bilder: Naturpark Sölktäler (Volkhard Maier); Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt