500 Jahre Reformation

Der Verbreitung des evangelischen Glaubens kommt im Ennstal eine Sonderstellung zu, insbesondere im bis heute protestantisch geprägten Ramsau am Dachstein

Die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen ab dem Herbst 1517 zählt zu den bedeutendsten Ereignissen der Frühen Neuzeit.

 

Begünstigt durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks, gelangten Luthers Ideologien und Schriften rasch in Umlauf. Herangetragen durch Knappen, Kaufleute und Adelige erreichten sie bald das steirische Ennstal, wo ab 1519 weite Teile der Bevölkerung Luthers Glaubensgrundsätzen folgten, in der Hoffnung zur Rückbesinnung auf ursprüngliche christliche Werte.

Ende des 16. Jahrhunderts waren bereits rund zwei Drittel aller Steirer evangelisch, darunter unzählige Bauern wie auch Adelige.

Gegenreformation und Geheimprotestantismus

Die katholische Kirche und der österr. Erzherzog Ferdinand II reagierten mit einer Gegenreformation. Ab 1598 wurden evangelische Bücher verboten und verbrannt, und die Anhänger der Reformation mussten sich unter der Androhung von Repressalien zum katholischen Glauben bekennen. Wer sich nicht beugen wollte, wurde zwangsbekehrt oder musste das Land verlassen.

Zu dieser Zeit begannen Bürger in schwer erreichbaren Regionen, allen voran in Ramsau am Dachstein, den evangelischen Glauben geheim zu praktizieren. Salzträger schmuggelten von Gosau über den Dachstein Lutherbibeln in das Bergdorf. Die Einwohner versteckten sie vor den Religionskommissären, zum Teil in den Bergen, oder auch im Stall unter der „bösesten“ Kuh. Nach außen hin rekatholisiert, wurden evangelische Schriften heimlich gelesen und ebenso heimlich Andachten abgehalten. Die Ketzer riskierten damit Haus und Hof zu verlieren.

Tipp: Der Bibelsteig von Gosau nach Ramsau am Dachstein folgt den Spuren der Schmuggler, die über diese Strecke die verbotenen Lutherbibeln ins Ennstal transportierten. Es ist ein Teilabschnitt des 500 km langen Pilgerpfades „Der Weg des Buches“, der von Passau bis zur slowenischen Grenze führt. Details auf www.wegdesbuches.eu

Knapp 200 Jahre später, erst im Oktober 1781, besiegelte das Toleranzpatent das Ende der Gegenreformation und ermöglichte die freie
Religionsausübung.

Bereits im folgenden Jahr wurden in Schladming und in Ramsau am Dachstein protestantische „Toleranzgemeinden“ gegründet. Zu diesem Zeitpunkt offenbarte sich, mit welcher Vehemenz sich der Widerstand der Ramsauer hielt: von 130 Familien waren 127 evangelisch!

500 Jahre später

Noch heute stellt der Anteil an Protestanten in Ramsau am Dachstein rund 80% – deutlich höher als der österreichweite Wert von 4%. Und auch die älteste, noch erhaltene Lutherbibel Österreichs, stammt von einem Ramsauer Traditionshof, datiert auf das Jahr 1536.

Häufig förderten Umbauarbeiten an alten Ramsauer Anwesen in den vergangenen Jahrzehnten historische, einst versteckte Lutherbibeln zutage, andere wurden von Generation zu Generation vererbt. Bei vielen fehlt allerdings das Titelblatt. Eine Sicherheitsmaßnahme, denn die Religionskommissäre der katholischen Kirche konnten zwar nicht lesen, erkannten aber das Erscheinungsbild auf der ersten Seite der Lutherbibel.

Tipps für Interessierte

Aufgrund der bewegten religiösen Geschichte, wird das Reformations-Jubiläum in der Region auf besondere Weise gefeiert:

Der heimische Autor Peter Gruber liest am 13. Mai, um 20 Uhr, in der evangelischen Kirche in Ramsau am Dachstein aus seinem Roman
Die Notgasse. Er beschreibt die Geschichte von vier Brüdern, die zu Beginn der Reformation lebten. Zentraler Handlungsort ist die „Notgasse“, eine schmale Schlucht im Dachsteingebirge, die einst von Almleuten, Säumern und Schmugglern genutzt wurde. Die Schluchtwände zieren bis zu 2000 Jahre alte Felsritzbilder.
Der Gröbminger Josef Schnedl begleitet die Lesung Peter Grubers musikalisch.
Tipp: Der Tourismusverband Gröbminger Land organisiert im Sommer wöchentlich geführte Wanderungen durch das UNESCO Welterbe Notgasse.

 

Das Ramsauer Heimatmuseum Zeitroas eröffnet am 24. Mai anlässlich des Jubiläumsjahres die Sonderausstellung Glaubenskisten 1517–2017. Sie beleuchtet die religiöse Geschichte der Region und ihre Auswirkungen auf Kultur, Tradition, Arbeit, Brauchtum und Bildung ihrer Bewohner. Zugleich prägen in diesem Jahr sogenannte Glaubenskisten das Ramsauer Erscheinungsbild – 15 große Holzboxen, die im gesamten Ortsgebiet aufgestellt werden und ihre Betrachter zur Erforschung der Inhalte einladen. Über die Standorte der Kisten informiert eine spezielle Wanderkarte, die im Tourismusbüro und im Museum erhältlich ist.

Weitere Details liefert das Internet unter www.zeitroas.at

 

Das Museum Schloss Trautenfels (siehe Foto) widmet sich in der Sonderausstellung Gott und die Welt dem Thema Glaube und Glauben. Besucher erfahren u. a. Wissenswertes über die großen Weltreligionen, die Evolution und die Schöpfung. Mit der Geschichte des Schlosses selbst erfolgt schließlich der Bezug zur Reformation. 1575 ließen die damaligen Besitzer die Kirche Neuhaus errichten, die zum religiösen Zentrum der Protestanten wurde. Die Kirchenruine befindet sich nur wenige hundert Meter vom Schloss entfernt, mit einem Bibel-Wanderweg über sieben Stationen entlang der Grundmauern.

Näheres über diese und weitere Ausstellungen in Trautenfels unter www.schloss-trautenfels.at

 

Quellen und weiterführende Literatur:

 

Schloss Trautenfels © Steiermark Tourismus_Katharina KrennBild: Steiermark Tourismus/Katharina Krenn

Schloss Großsölk

Zeitreisen im Naturparkhaus der Sölktäler

Das im 14. Jahrhundert erbaute Schloss dient seit 1998 als Naturparkhaus. Es beheimatet ein Museum mit Dauerausstellungen sowie jährlich wechselnde Exponate. Zum Schloss zählen ebenso der „Jesuitengarten“, eine Kirche, ein Labor und ein Café.

Die Ausstellungen

In der Dauerausstellung Natura Mirabilis wird das Leben des Adeligen Johann von Hohensee dargestellt. Virtuelle Notizbücher und anschauliche Objekte dokumentieren seine Forschungsarbeiten, die er vor über 200 Jahren durchführte. Andere Themen betreffen die Geschichte des Schlosses, die geologische Entstehung der Sölktäler, deren Natur und Kultur, die Epoche der Säumer sowie bedrohte Tierarten.

Der Steirerkas – das Gold der Almen. Diese permanente Ausstellung, verweist auf die heimische Tradition der Käseherstellung und ihre regional-typische Spezialität – den beliebten, pikant-würzigen Steirerkas’.

„Der Wolf kehrt zurück“

Vor mehr als 100 Jahren wurden die Wölfe aus Österreich vertrieben. Nun fanden sie auf eigenständige Weise den Weg zurück und beschäftigen damit weite Teile der Bevölkerung. Das Schloss Großsölk veranstaltet zu diesem Thema eine Sonderausstellung. Zu sehen sind ein echtheitsgetreuer Wolf, präparierter Wolfskot und Wolfshöhlen – dazu Videodokus, ein interaktiver Wolfswald und Schautafeln.
Eine internationale Fachtagung (von 16. bis 18. Mai 2017) sowie eine historische Exkursion (am 15. Juli 2017) widmen sich eingehender dem Thema Wolf. Näheres darüber unter www.naturparkakademie.at

Im Naturparklabor

Jeden Donnerstag haben Hobbyforscher Gelegenheit, im Schlosslabor die Themen Wasser, Wald und Kräuter zu erkunden. Bei entsprechendem Wetter folgt eine Entdeckungsreise in die Natur, bei der sich die Teilnehmer auf die Suche nach Marmor und Insekten begeben oder waldpädagogische Spiele unternehmen.

Infos und Anmeldungen (erforderlich bis zum Vortag) unter 0676/900 47 41.

Café, Schlossgarten und Bildergalerie

Im historischen Schlosshof werden im Café Endlich Ruhe Kuchen, Kaffee und regionale Produkte kredenzt: Kräutertee aus dem Jesuitengarten, würziger Steirerkas von den Almen oder Goldmelissensaft vom Biobauern. Dem Café ist überdies eine sehenswerte Kunstausstellung der Schladminger Malerin Marlene Schaumberger angegliedert. Sie zeigt Aquarelle aus ihrer Serie „Im Einklang“.

Das Naturparkhaus ist von 17. Mai bis 30. September 2017, mittwochs bis sonntags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

An dieser Stelle verweisen wir auf zwei Veranstaltungstermine im Schloss: Den Gartentag im Jesuitengarten am 20. Mai 2017 und das Kasfest am 23. September 2017.

 

Schloss Großsölk Luftaufnahme NEU Copyright Naturpark Sölktäler

 

Jesuitengarten 2 Schloss Großsölk © Naturpark Sölktäler

Bilder: Naturpark Sölktäler

Die Special Olympics Welt-Winterspiele

Von 14. bis 25. März 2017

Im April 2012 erhielt Special Olympics Österreich die offizielle Zusage zur abermaligen Ausrichtung von Welt-Winterspielen, mit Schladming, Ramsau am Dachstein und Graz als Austragungsorte.

Seither sind fünf Jahre vergangen, in denen viel Zeit und Energie in die Organisation dieses Mega-Events floss. In Summe reisen im März 2017 rund 14.600 Personen in die Steiermark, um an dieser einzigartigen Veranstaltung teilzunehmen bzw. um sie und die Athleten zu unterstützen (siehe Facts weiter unten).

Die Geschichte von Special Olympics

Auf Initiative von Eunice Kennedy Shriver, der Schwester des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, wurden im Jahr 1962 erstmals Sommercamps für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung veranstaltet. Diese verspürten durch die körperlichen Aktivitäten eine beachtliche Verbesserung der Lebensqualität. Sechs Jahre später wurden in Chicago (USA) die ersten Internationalen Special Olympics Sommerspiele abgehalten.

Die Special Olympics Vision war und ist, mit Hilfe der positiven Eigenschaften des Sports weitere Athleten und Unterstützer zu finden, um in der Gesellschaft ein Mehr an Akzeptanz und Toleranz für unsere besonderen Mitmenschen zu erreichen. Die Organisation will Barrieren abbauen und Menschenrechte stärken.

Die Entwicklung in Österreich

Im Jahr 1986 wurde die private Gesellschaft Special Olympics Austria gegründet.

Der Steirer Arnold Schwarzenegger, Schwiegersohn der Gründerin Eunice Kennedy Shriver, engagiert sich seit den 1980ern für intellektuell beeinträchtigte Menschen. Er setzte es sich zum Ziel, in seiner Heimat einen internationalen Special Olympics Bewerb durchzuführen. In Schladming fand er einen geeigneten Veranstaltungsort und zugleich im damaligen Bürgermeister Hermann Kröll einen aufgeschlossenen Ansprechpartner. Schladming entschloss sich 1989 für die Austragung der Welt-Winterspiele 1993 zu kandidieren – und erhielt den Zuschlag.

Von 20. bis 27. März 1993 organisierten Schladming, Ramsau am Dachstein und Salzburg die ersten Special Olympics Welt-Winterspiele außerhalb von Nordamerika. 1600 Athleten aus über 50 Ländern beteiligten sich an dem Mega-Event.

Noch 1993 formierte sich die Organisation neu als Verein Special Olympics Österreich, mit Hermann Kröll als ehrenamtlichen Präsidenten.

Tipp: Das Stadtmuseum Schladming zeigt von März bis Ostern eine Sonderausstellung über Special Olympics, mit Hintergrundinformationen und Geschichten rund um dieses einzigartige Fest der Menschlichkeit.

2017: „Heartbeat for the World“

Heute erreicht Special Olympics mit seinem Trainings- und Wettkampfprogramm rund 4,5 Millionen Athleten mit mentaler Beeinträchtigung in 170 Ländern – allein in Österreich sind es ca. 20.000 Sportler.

Alle zwei Jahre richtet die Organisation abwechselnd Welt-Sommer- und Welt-Winterspiele aus. Den steirischen Orten Schladming, Ramsau am Dachstein und Graz wird von 14. bis 25. März 2017 die Ehre zuteil, die 11. Welt-Winterspiele unter dem Motto „Herzschlag für die Welt“ zu veranstalten (Details zum Programm weiter unten).

Zusätzlich zum sportlichen Programm in neun Disziplinen, werden im März 2017 zwei Demonstrationsbewerbe durchgeführt. Dazu zählt das MATP (Motor Activity Training Programme) für Sportler mit schweren oder mehrfachen Beeinträchtigungen; und am 22. März
findet der Special Olympics World Dance Contest in Graz statt.

Neben den sportlichen Bewerben wird den Athleten die Teilnahme an interessanten und sinnvollen Side-Events ermöglicht. So gewinnen sie beim Host Town Programm Einblicke in die österreichische Kultur, Lebensweise und Tradition. Beim Healthy Athletes Programm erhalten alle Sportler kostenlos Zugang zu medizinischen Untersuchungen.

Botschafter

Dutzende Prominente stellen sich als offizielle Botschafter für die Spiele zur Verfügung. Unter ihnen sind aktive und ehemalige Skistars wie Anna Veith (vorm. Fenninger), Renate Götschl, Marcel Hirscher und Hans Knauß, der Extrembergsteiger Reinhold Messner, Starfotograf Manfred Baumann, der Musiker James Cottriall und viele andere mehr.

Auch Arnold Schwarzenegger unterstützt die Special Olympics World Winter Games – er hat das Patronat für die Spiele inne.

 

Eines steht fest: die Spiele markieren einen weiteren Meilenstein im Sinne von Menschlichkeit, Verständnis, Akzeptanz und Integration.

 

Weitere Infos über die Spiele und Details zum Programm

Wer dabei ist:

  • 2700 Athleten aus 107 Nationen, 1100 Trainer, 3000 freiwillige Helfer, 5000 Familienmitglieder und Freunde, 800 Kongressteilnehmer, 800 Medienvertreter und 1200 VIPs.

Wichtige Termine:

  • 17. bis 24. März, ganztägig auf der Festivalbühne und im Hüttendorf im Rathauspark: Siegerehrungen, steir. Musikprogramm und Musikgruppen (z.B. Michelle Kiesling & Chris Andrews, Hackbrett, Edelseer), Public Viewing Eröffnung, Coca-Cola- und Audi-Truck, Infostand, Zirkusschule Irdning, Kunsthandwerksstände, regionale Kulinark . . .
  • 17. bis 24. März, ganztägig im Olympic Town Zelt am Wetzlarplatz Schladming: Integratives Kaffeehaus, Kreativecke mit Bastel- und Handwerksprogramm, Styling- und Relaxlounge, Sport- und Funstationen, Fotobox.
  • 17. bis 24. März: Austragung der sportlichen Bewerbe.
  • 18. März, ab 19 Uhr: Eröffnungsfeier im WM-Park Planai (Schladming), mit Entzündung des Olympischen Feuers und diversen Liveacts.
  • 24. März, ab 19 Uhr: Schlussfeier in der Merkur-Arena (Graz), mit diversen Liveacts.

Sportliche Bewerbe und Austragungsstätten:

  • Ski Alpin und Snowboard (Schladming, Hochwurzen Piste 32 und Schwaiger-Lift).
  • Ski Nordisch und Schneeschuhlauf (Ramsau, WM-Stadion und Sprungstadion).
  • Eiskunstlauf und Eisschnelllauf (Graz, Merkur Eisstadion), Floorball, Floor Hockey und Stockschießen (Graz, Messecongress).

Aktuelle Infos und Details unter www.austria2017.org

SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016

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Bilder: GEPA pictures / Special Olympics

The Nightrace

Das 20. Jubiläum des legendären Weltcup-Nachtslaloms der Herren

Am Dienstag, den 24. Jänner 2017, misst sich die internationale Ski-Elite zum 20. Mal auf der Schladminger Planai beim Nachtslalom der Herren.

Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um einen Rückblick auf die Geschichte dieses berühmten Rennens zu werfen und einige interessante Details preiszugeben.

Impulsgeber

Die Idee, ein Rennen abends bei Flutlicht auszutragen, kam 1995 von Bernhard Knauß. Der ältere Bruder von Hans Knauß, einem der bislang erfolgreichsten Ski-Rennläufer Schladmings, war zu dieser Zeit bereits mehrfacher Profi-Weltmeister der U.S. Pro Ski Tour – einer Rennserie außerhalb des Weltskiverbandes. Bernhard setzte es sich zum Ziel, ein Profi-Rennen auf der Planai zu organisieren. Da der Parkplatz am Fuße der Planai tagsüber für die Wintersportgäste freizuhalten war, schlug Bernhard Knauß eine Abendveranstaltung vor. Zu diesem Zweck wurden die Schneekanonen am Pistenrand mit Scheinwerfern versehen – und so fand vor etwa 5000 Zuschauern das erste abendliche Profi-Rennen auf der Planai statt.

Die Rückkehr des Weltcups

Auf der Planai wurden bereits seit 1973 Weltcuprennen veranstaltet, was jedoch vorerst im Jahr 1991 endete.

Der Erfolg des abendlichen Profi-Rennens erregte die Aufmerksamkeit des Österreichischen Skiverbandes, der daraufhin am 26. Jänner 1995 eine Kooperationsvereinbarung mit dem WSV Schladming traf. An diesem Tag wurde die Rückkehr von FIS-Weltcuprennen in Schladming besiegelt.

Der Beginn einer neuen Ära

Der WSV Schladming hatte unter der Leitung von Obmann und Cheforganisator Mag. Hans Grogl zwei Jahre Vorbereitungszeit, ehe am 30. Jänner 1997 der 1. Weltcup-Nachtslalom der Herren unter Flutlicht ausgetragen werden konnte. Seither belegt das Rennen unter dem Begriff „Nightrace“ einen Fixplatz im jährlichen Weltcupkalender – lediglich im Jahr 2013 musste der Bewerb anlässlich der Alpinen Ski Weltmeisterschaften in Schladming pausieren.

Das Nightrace in Zahlen

Dass Hans Grogl und sein Organisationskomitee dabei damals wie heute logistische Höchstleistungen vollbringen, verdeutlicht ein Blick auf die Zahlen:

  • Den Auftakt 1997 verfolgten 27.000 Zuschauer live vor Ort, im zweiten Jahr waren es bereits 35.000 Fans. Schnell entwickelte sich ein Hype um dieses zum damaligen Zeitpunkt einzigartige Rennen, wodurch die Besucherzahlen kontinuierlich auf über 40.000 anwuchsen. Im Rekordjahr 2009 wurden gar 50.000 Skifans in Schladming gezählt.
  • Ein ausgeklügeltes Verkehrs- und Parksystem sorgt für eine reibungslose An- und Abreise von rund 3000 Autos und 400 Bussen. Die ÖBB richtet zudem Sonderzüge ein.
  • Der Nachtslalom erreichte in den letzten Jahren stets Top-Quoten im ORF. Im Vorjahr verfolgten bis zu 1,7 Millionen Zuseher den 2. Durchgang im österreichischen TV.
  • Aus einer wissenschaftlichen Studie geht hervor, dass im Jahr 2010 Umsätze in der Höhe von 12,8 Millionen Euro erwirtschaftet wurden, die vorwiegend der Region zugute kamen.
  • Für die Präparierung der Rennstrecke wird zunächst die oberste Schneeschicht von Pistengeräten in 15 bis 20 Arbeitsstunden aufbereitet. Anschließend werden rund 1000 Kubikmeter Wasser mit 14 bar Druck in die Piste gepumpt. Bei idealen Temperaturen ergibt das einen ausgefrorenen Pistenstock von ca. 30 cm.
  • Am Rennabend selbst sind auf der Piste rund 200 Helfer im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Weitere Details über die Vorbereitungsarbeiten, mit spannenden Hintergrundinformationen, liefert ein Video auf der offiziellen Nightrace-Website unter www.thenightrace.at

Die Sieger

Bei zehn der bislang 19 Rennen holte sich ein Österreicher den Sieg. Die unangefochtene Nummer 1 ist der Ex-Rennläufer Benni Raich (AUT): Er stand in Schladming sieben Mal am Podium, holte vier Siege, zwei 2. Plätze und einen 3. Platz.

Ihm folgen

  • Mario Matt (AUT),
    zwei 1. und zwei 3. Plätze;
  • Kalle Palander (FIN),
    zwei 1. und ein 3. Platz;
  • Reinfried Herbst (AUT), Henrik Kristoffersen (NOR) und Alberto Tomba (ITA)
    mit jeweils zwei Siegen.

Das Programm 2017

Wenn am Dienstag, den 24. Jänner 2017, auf der Planai die Flutlichter angehen, werden abermals rund 45.000 Fans in dem 5000-Einwohner-Ort Schladming erwartet. Unter den Gästen finden sich zahlreiche Prominente aus Wirtschaft, Politik, Sport und Showbiz sowie etliche Medienvertreter. Sie verfolgen ab 17.45 Uhr das spannende Rennen über zwei Durchgänge live vor Ort und werden für jene unvergleichliche Atmosphäre sorgen, die das Nightrace ausmachen. Entlang des Zielhanges bilden die zigtausenden Fans ein buntes Fahnenmeer. Sie jubeln den Slalomläufern zu, begleitet von originellen, akustischen Instrumenten. Viele Skistars gaben in Interviews an, von den lautstarken Anfeuerungen und der einzigartigen Stimmung beflügelt zu werden.

 

Zu den Nebenveranstaltungen des Nightrace zählen unter anderem

  • ein Prominenten-Skirennen (Montag, 15 Uhr),
  • die öffentliche Startnummernverlosung (Montag, 19 Uhr),
  • Nightrace Partys mit Showprogrammen auf mehreren Bühnen im Ort und entlang der legendären Weltcupmeile (Montag ab 17 Uhr, Dienstag ab 14 Uhr).

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Bilder: Schladming-Dachstein/Daniel Scharinger (1), Steiermark Tourismus/ikarus.cc (2)

Über die Entstehung unserer Landschaft

Geologie und Klima formten unsere Umgebung und verändern sie stetig

Das Obere Ennstal wird begrenzt von den Kalkalpen im Norden und den Niederen Tauern im Süden. Die Entstehung dieser Gebirgsketten geht auf eine Jahrmillionen dauernde Entwicklung zurück.

Bedingt durch die Verschiebung der Kontinentalplatten Afrikas und Europas  kam es zur Auffaltung der Alpen. Zu jener Zeit war das Gebiet von einem tropischen Meer bedeckt, das Ton und Sand ablagerte. Unter hohem Druck und heißen Temperaturen wandelten sich diese Sedimente in Glimmerschiefer und Gneise, die heute als Gestein das Fundament der Niederen Tauern bilden.

Das Dachsteinmassiv, als Teil der Alpen, besteht aus Kalk- und Dolomitgestein. Darin eingeschlossen finden sich zum Teil Muscheln oder Korallenstöcke – Überreste eines Korallenriffs, aus eben diesem tropischen Meer.

Die letzte Eiszeit, sie endete vor ca. 12.000 Jahren, schuf das heutige Erscheinungsbild. Ihre Gletscher schürften und rundeten vormals V-förmige zu U-förmigen Tälern.

Nach dem Abtauen der Eismassen gerieten die steilen Hänge in Bewegung – es kam zu Rutschungen und Felsstürzen. Sie kommen zum Teil noch heute vor und formen auf diese Weise die Landschaft immer wieder neu. In der Region bewirken äußere Einflüsse wie Niederschläge und Gesteinsverwitterungen eine permanente Veränderung der Umgebung – vielfach beschleunigt durch Eingriffe des Menschen in die Natur.

Wer Ausführlicheres über die Entstehung des landschaftlichen Erscheinungsbildes der Region erfahren möchte, hat dazu in zwei öffentlich zugänglichen Einrichtungen Gelegenheit:

Eine Zeitreise durch die Sölktäler

Im Naturpark Sölktäler begibt sich der Besucher entlang eines Themenwanderweges im Gumpeneck auf eine geologische Zeitreise über 500 Millionen Jahre. An 24 Stationen wird die Entstehung der heimischen Gebirgslandschaft auf eindrucksvolle Weise erklärt.

Im Gumpeneck finden sich zudem unzählige geologische Besonderheiten wie verformte Marmorblöcke oder Dolinen, die auf unterirdische Höhlensysteme hinweisen.

Der Themenweg wurde als Rundwanderung angelegt, die zwei bis zweieinhalb Stunden Gehzeit in Anspruch nimmt. Im Naturparkbüro liegt ein informativer Wanderführer auf, der Näheres zu den Stationen und den geologischen Prozessen beinhaltet

 

 

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Bilder: Naturpark Sölktäler (Volkhard Maier); Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt

Zwei Zentren für die Kultur

Das Öblarner Kunst- und Kulturhaus [ku:L] und das Klang-Film-Theater Schladming beleben das Kulturgeschehen der Region.

Gemeinsam richten die beiden Häuser rund 170 Veranstaltungen pro Jahr aus. Das Spektrum reicht von Kabaretts und Musicals, über Lesungen, Filmvorführungen, Workshops und Diskussionsrunden bis hin zu Livemusik in allen erdenklichen Stilrichtungen.

Hinter diesen Eventzentren steht das Engagement von zwei Vereinen, die von kunst- und kulturinteressierten Einheimischen gegründet wurden. Der Erfolg geht auf die Initiative privater Personen zurück, die auf ehrenamtlicher Basis verantwortlich zeichnen.

Die Einrichtungen finanzieren sich vorwiegend durch Förderungen aus öffentlicher Hand, Ticketerlöse, Mitgliederbeiträge und Sponsoren der örtlichen Wirtschaft.

Neben Auftritten heimischer Künstler gelingt es den Veranstaltern immer wieder, internationale Größen in die Region zu bringen. So entsteht ein abwechslungsreiches, qualitativ hochwertiges Programm, das von Gästen und Einheimischen positiv angenommen wird.

 

Das [ku:L] in Öblarn

Der Verein Kunst- und Kulturhaus Öblarn wurde 2008 gegründet und fand in einem historischen Haus im Öblarner Ortszentrum seine Heimspielstätte, mit Platz für bis zu 120 Personen.

Dem Gebäude ist eine Bar angeschlossen. Hier lässt das Publikum wie auch mancher Liveact den Abend ausklingen – diese Gelegenheit nutzen Künstler und Besucher gern zum gegenseitigen Austausch. Zudem finden in der Bar kleinere Konzerte statt, wie der beliebte Abend ohne Strom, mit Musik Unplugged bei Kerzenlicht (nächster Termin: Mitte Dezember).

Der Verein richtet jährlich rund 70 Veranstaltungen aus. Sowohl die Besucherzahlen als auch die steigende Nachfrage von Künstlern, die aktiv an das [ku:L] mit Auftrittswünschen herantreten, sprechen für den Erfolg dieser Kultureinrichtung.

 

Details zu den Events und verfügbaren Tickets gibts unter

www.kultur.st
facebook.com/kulturoeblarn

 

Das Klang-Film-Theater Schladming

Das einstige Schladminger Stadtkino wurde im März 2014 durch den Verein der Freunde des Klang-Film-Theater Schladming revitalisiert und einer neuen Bestimmung als Veranstaltungszentrum zugeführt. Der Saal hat ein Fassungsvermögen von bis zu 150 Personen, und die integrierte Mangobar versorgt Gäste bei diversen Events mit einer kleinen Getränkeauswahl.

Das Klang-Film-Theater vereint die Welt der Musik, des Kinos und der darstellenden Kunst, mit jährlich rund 100 Events. Bei der Programmgestaltung legen die Verantwortlichen Wert darauf, neben österreichischen und internationalen Künstlern auch regionalen Akteuren eine Plattform zu bieten – denn das kreative Potential der Ennstaler erfüllt durchaus hohe Ansprüche.

 

Die Website des Vereines informiert ausführlich zu allen geplanten Vorstellungen und über Tickets:

www.klangfilmtheater.at
facebook.com/KFTSchladming

JÜTZ

Musical Les Miserables © Norbert Linder_Klang-Film-Theater

Bilder: Christoph Huber, Norbert Linder (Klang-Film-Theater)

Kunst unterm Dachstein

Zwei Maler aus der Region im Portrait

In Schladming leben und wirken mit Marlene Schaumberger und Herbert Bauer zwei in der Kunstszene anerkannte Maler.

Die Region Schladming-Dachstein verweist zudem auf eine aktive Hobbykünstler-Szene. Um sie alle im Detail anzuführen, reicht der Platz an dieser Stelle nicht aus. Wir werden das Geschehen weiter verfolgen und bei interessanten Entwicklungen später darüber informieren.

 

Marlene Schaumberger

Die freischaffende Künstlerin leitet das ARTelierzeffererHOF in Gleiming, am Fuße der Reiteralm. Sie nutzt das Atelier als Arbeitsplatz und Galerie ihrer eigenen Bilder, und zuweilen präsentiert sie hier auch die Werke befreundeter Kunstschaffender.

Marlene ist Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs. Ihre Bilder gelangten bereits im In- und Ausland zur Ausstellung, unter anderem im Kunstsalon Schloss Schönbrunn in Wien, oder bei der Ostrava Contemporary Art Fair in Tschechien.

 

Ausstellungen in der Region

Das Schloss Großsölk präsentiert im Schlosscafé Marlenes Bilderserie Im Einklang. Die stimmungsvollen Aquarelle halten Motive rund um das Schloss und die Sölktäler fest.

Marlene realisierte überdies kürzlich zwei Projekte für regionale Bergbahnen: Sie schuf das Titelmotiv für den Ende 2015 erschienenen Bildband über die Geschichte des Hauser Kaiblings, und für die Reiteralm gestaltete sie das Maskottchen Wolke im Winter-Kinderland Regenbogenalm.

 

Weitere Details direkt bei der Künstlerin

Marlene Schaumberger
ARTelierzeffererHOF,
Gleiming 16, Schladming
www.arthof.net

 

Iris im Dialog Tänzerin © Marlene Schaumberger Schloss Großsölk Aquarell by Marlene SchaumbergerMarlene Schaumberger Portrait

 

Herbert Bauer

Der Schladminger Maler und Grafiker Herbert Bauer (geboren 1947) erlernte sein Handwerk von der Pike auf. Er studierte in Graz Malerei, dekorative Gestaltung und Akt. Sein künstlerisches Schaffen begann er mit im Detail akribischen Grafitstiftzeichnungen aus seiner näheren, heimatlichen Umgebung: alte Mühlen, Almhütten oder Bauernhäuser . Zu diesen Themen kehrt er bis heute gerne zurück. Herbert Bauers Zeichnungen finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

In späteren Arbeiten wandte sich der Künstler surrealistischen Darstellungen zu, in Ikonen des öffentlichen Lebens, in Landschaften, aber auch in gesellschafts-politischen Themen.

Seit einigen Jahren widmet sich Herbert der Temperamalerei, Werke im Stile moderner Mandalas oder surrealer Traumbilder, inspiriert vom Mythos Friedensreich Hundertwasser. Mit einer Hommage an diesen großen Künstler erlangte Herbert Bauer internationales Ansehen, unter anderem mit Ausstellungen in Japan, Südkorea und Argentinien sowie im Rahmen der Wiener Festwochen oder der Biennale in Florenz.

Dennoch verlor der Maler nie seinen Hang zum Ursprünglichen, Einzigartigen. Nach wie vor fertigt er Bleistiftzeichnungen an.

 

Herbert Bauer wurde vom Land Steiermark mit dem Goldenen Ehrenzeichen gewürdigt, ist Mitglied im Künstlerbund Graz und im Verein Biennale Austria. Sein Wissen um die Kunst gibt er als Dozent an der Akademie Geras (Niederösterreich) gerne an Interessierte weiter.

Für weitere Informationen zu Herbert Bauer, seinen Bildern und aktuellen Ausstellungsterminen verweisen wir auf die Homepage des Künstlers:

www.herbertbauer.at

Gaudi by Herbert Bauer Heidi Haus 1988 Ursprungalm Bleistiftzeichnung by Bauer Herbertaus Schladminger Stadtnachrichten 2007-1; Rechte nicht geklärt

Winterurlaub mit dem Hund

Was gibt es schöneres für Hund und Herrchen als im Schnee umherzutoben oder ausgedehnte Winterspaziergänge zu unternehmen?

Damit der Winterurlaub mit dem geliebten Vierbeiner Mensch und Tier Freude bereitet, sollten einige hilfreiche Tipps befolgt werden.

Für den Urlaub im Schnee empfiehlt sich die Verwendung einer Pfotenschutzsalbe, da Streusplitt, Salz und harscher Schnee die Pfoten angreifen.

Auch im Winter sollte Herrchen dafür Sorge tragen, ausreichend Wasser für seinen treuen Gefährten dabei zu haben. Das Schlecken von Schnee gegen den Durst verursacht oftmals Schnupfen, Husten oder Schlimmeres.

Generell empfiehlt es sich, Hunde nicht mit auf die Skipiste zu nehmen. Eine Kollision zwischen Mensch und Tier sowie die scharfen Kanten der Skier können ernsthafte (Schnitt-)Verletzungen nach sich ziehen.

Die Einhaltung der Leinenpflicht versteht sich für verantwortungsbewusste Hundehalter von selbst. Aus Rücksicht auf Wildtiere und deren Winterruhe sollten die Vierbeiner im Wald nicht frei herumlaufen.

Wintersport mit Hunden

Neben den klassischen Winterspaziergängen hält die Region für Urlauber mit Hunden auch weitere sportliche Möglichkeiten parat. Lang-lauf und Schneeschuhwanderungen stellen beliebte Alternativen dar. Das Mitführen von Hunden ist jedoch nicht überall gestattet bzw. zum Teil nur mit Leine – die Infobüros erteilen dazu nähere Auskünfte.

Die Hundehalter sollten die konditionelle Anforderung an ihre Tiere bei der Ausübung dieser Sportarten jedenfalls nicht unterschätzen. Da die Vierbeiner im tiefen Schnee einsinken, bedeutet die Tour für sie mehr Kraftaufwand als für den Menschen.

Ein verantwortungsvoller Umgang in diesen Belangen verhilft Hund und Besitzer zu einem stressfreien und erholsamen Winterurlaub.

Hund Schneespiele © Steiermark Tourismus_Lanxx Skitourengeherin mit Hund im Moartörl/Triebener Tauern winterwandern hund1 by photo-austria

 

Bilder: Steiermark Tourismus/Lanxx (1), Steiermark Tourismus/Uwe Grinzinger (2), photo-austria.at (3)

Im Portrait: Herbert Raffalt

Herbert Raffalt ist Alpinist, Fotograf, Vortragender und Publizist. In allem hat er es zur Perfektion gebracht. Er ist als Experte international anerkannt und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Glück bedeutet wohl, persönliche Neigungen und Talente ausleben und beruflich umsetzen zu können.

Wer es schafft, all dies sinnvoll zu verbinden und überdies ein ausgeglichenes Privatleben führt, darf neidlos als Sonntagskind bezeichnet werden. Dennoch, bei aller Begabung bleibt immer noch ein gutes Stück Arbeit und Zielstrebigkeit. Auch darüber verfügt der heute 51-Jährige.

Der Alpinist

Herbert Raffalt ist Schladminger und in der Bergwelt zuhause, auch über die Region seiner Heimat hinaus. Schon als Kind und Jugendlicher verbrachte er jede verfügbare Minute in freier Natur und gelangte zunehmend höher hinauf.

Wer die Berge liebt, sich mit ihren Besonderheiten auseinandersetzt, mit Fauna und Flora beschäftigt, klimatische Zusammenhänge erkennt und zu deuten weiß, schafft sich damit eine nie enden wollende Aufgabe.

Nach eigenen Worten hat es sich Herbert Raffalt zu eigen gemacht, der Natur und der Schöpfung im Allgemeinen den ihr zustehenden Respekt zu erweisen.

Seit seiner frühen Jugend legte Herbert Raffalt regelmäßig Prüfungen ab, zuerst als Skilehrer, dann als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Er bildet nunmehr seinerseits Anwärter für diese Verantwortungen aus und ist Mitglied in Prüfungskommissionen.

Herbert Raffalt kennt die Almenwelt Österreichs, zahlreiche Berggipfel im In- und Ausland, die Schönheit Nordamerikas, des Himalaya und Islands. Er hat zahlreiche Gegenden aus eigenem Bedürfnis heraus bereist und später als Vortragender besucht. Sein Status als Experte im Alpinismus ist international anerkannt und er ist ein geschätzter Berater.

Der Fotograf

Die Kamera ist Herbert Raffalts ständiger Begleiter. 

Im Freundes- und Kollegenkreis, unter Fotografen und Alpinisten, gilt Herbert Raffalt als „Augenmensch“; als einer, der imstande ist, Farben, Formen, Licht und Perspektiven visuell zu erfassen und bildlich umzusetzen. Hinzu kommt ein sensibler Blick fürs Detail, denn nach Herberts Überzeugung liegt gerade in den kleinen Dingen sehr viel Kostbares.

Herbert Raffalt hat diese Begabung autodidakt weiterentwickelt und es auch hierbei zur Perfektion gebracht. Sein Bildmaterial ist nicht nur im Tourismus gefragt. Auch wir im Infopoint-Magazin verwenden regelmäßig Herberts Aufnahmen, vielfach mit
Motiven für die Titelseite, wie auch in der aktuellen Ausgabe.

Herbert produziert alljährlich fotografisch hochwertige Kalender aus seinem Fundus und veröffentlichte bis dato elf Bücher bzw. Bildbände. Den „Ritterschlag“ in Sachen Fotografie erhielt er im Jahr 2009 mit einer Auszeichnung vom National Geographic Magazin für eine Aufnahme der Dachstein Südwand.

Der Publizist

Als Alpinist und Fotograf gelangte Herbert Raffalt bereits in seinen frühen Zwanzigern an die Öffentlichkeit. Was vorerst mit sporadischen (noch analogen) Dia-Vorträgen in der Region begann, entwickelte sich bald zu professionellen (nunmehr digita-
len) Dia-Visionen und nahm große Teile seiner Zeit in Anspruch. Er hält häufig Vorträge im deutschsprachigen Raum, die ihn auch zu Großunternehmen wie unter anderem BMW in München führen. Ebenso sind nicht-deutschsprachige Länder an Herberts Vorträgen interessiert.

Wie im Bereich der Fotografie gelangte Herbert auch für seine Präsentationen zu öffentlichen Auszeichnungen. Ein Beispiel daraus: Beim Abenteuer- und Reisefestival El Mundo 2007 erhielt er den Preis für „Beste Fotografie“, „Besten Vortrag“ und „Bestes Gesamtwerk“.

Interessierten bietet sich am 30. März 2016 Gelegenheit, einen Lichtbildvortrag Herberts zu besuchen. Er zeigt faszinierende Aufnahmen aus den USA, ab 20 Uhr, im Schladminger Klang-Film-Theater.

In Österreich hält Herbert Raffalt für die Kleine Zeitung (im Raum Steiermark und Kärnten) Fototage ab und publiziert als wöchentlicher Wander-Ratgeber. Die „Leica Akademie Österreich“ veranstaltet in Ramsau am Dachstein regelmäßig Fotokurse mit Herbert Raffalt als Referenten.

Im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit konnte Herbert Raffalt viele prominente Persönlichkeiten kennenlernen: Klaus Maria Brandauer zählt dazu, ebenso Hubert von Goisern, Oliver Kahn und viele weitere. Mit Arnold Schwarzenegger aß er zu Abend und mit Werner Faymann, dem österreichischen Bundeskanzler verbindet ihn mehr als eine jahrelange Bergkameradschaft. Werner Faymann über Herbert Raffalt: „Er schafft es wie kein anderer, den ich kenne, mir und auch vielen anderen die Natur näherzubringen!“

Die heimische Bevölkerung, vor allem die verantwortlichen Touristiker, schätzen Herberts Popularität und sehen in ihm einen Botschafter der Region.

Der Familienmensch

Herbert Raffalt ist ein rundum zufriedener Mensch. Seine Ausgeglichenheit ist Teil seiner Lebenseinstellung und beruflichen Entwicklung, vor allem aber verdankt er sie dem Rückhalt durch seine Familie.

Mit seiner Frau Silke (verheiratet seit 2003, die beiden lernten sich über das Bergsteigen kennen) und seinen beiden Kindern Leo (10) und Leni (7) teilt er die Liebe zur Natur. Gemeinsame Unternehmungen sowie Familienurlaube in Island, anderen nordischen Ländern und den USA festigen den familiären Zusammenhalt. Auch das zählt zum Gesamtbild der Person Herbert Raffalts.

 

Dachsteinsüdwand © Herbert Raffalt Fotografie Abendstimmung © Herbert Raffalt Portrait Herbert Raffalt sw © Herbert Raffalt Schneeschuh © Herbert Raffalt Werner Faymann und Herbert RaffaltBilder: Herbert Raffelt

 

Nachlese zu den Special Olympics Pre-Games 2016

Die Steiermark wird von 14. bis 25. März 2017 zum zweiten Mal (nach 1993) Austragungsort für die Special Olympics Weltwinterspiele.

Die Pre-Games, die Generalprobe für die Spiele 2017, fanden von 10. bis 15. Jänner 2016 statt. Mehr als 1000 intellektuell beeinträchtigte Athleten aus 22 Nationen nahmen daran teil. Vier Tage lang traten die  Sportler in Schladming (Alpine Läufe), Ramsau am Dachstein (Nordische Disziplinen) und Graz (Hallenbewerbe) gegeneinander an, um sich die begehrten Medaillen zu sichern. Unvergessen bleiben die emotionalen Siegerehrungen und die unbändige Freude der Gewinner. Aber auch der Einsatz der 650 freiwilligen Helfer zeigt, wofür der Event und Special Olympics stehen: Herzlichkeit, Gemeinschaft, Integration und Akzeptanz.

Rahmenprogramm

Im Vorfeld der Pre-Games konnten alle Sportler auf Wunsch beim sogenannten Healthy-Athletes-Programm mitmachen. Das Angebot umfasste kostenlose medizinische Kontrolluntersuchungen und Beratungen. Bei Bedarf erhielten die Teilnehmer unentgeltlich Behelfs- oder Gesundheitsprodukte wie Brillen u.a.

Im Rahmen einer feierlichen Eröffnungs-Show, am 10. Jänner im WM-Park Planai, wurden die Sportler von über 6000 Menschen herzlich willkommen geheißen. Programm-Highlights der zweistündigen Feier waren die Bands Opus und Tagtraeumer, die Sängerin Rose May (die Schwester des Top-Fußballers David Alaba) die Tanzgruppe Ich bin O.K. und der HIB.art.chor Liebenau.

Skirennläuferin Anna Fenninger sprach den Special-Olympics-Eid: Lasst mich gewinnen. Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann lasst es mich mutig versuchen.“

Wintersportlegenden aus Österreich brachten die Special Olympics Flagge ins Stadion, um sie neben dem Olympischen Feuer zu hissen. Alexander Radin, Special Olympics Sportler des Jahres 2014, entzündete im Rahmen der Pre-Games-Eröffnung das Olympische Feuer in Schladming.

 

Den Abschluss dieser eindrucksvollen Vorboten für die Spiele 2017 bildeten die Feierlichkeiten am 14. Jänner in Graz und Schladming.

Ausblick auf 2017

Unter dem Motto Herzschlag für die Welt werden im März 2017 die Special Olympics World Winter Games in Graz, Schladming und Ramsau am Dachstein abgehalten. Special Olympics rechnet mit mehr als 3000 Teilnehmern aus über 100 Nationen.

Wer bei den Spielen 2017 nicht nur dabei sein sondern aktiv mithelfen möchte, kann sich als Volunteer bewerben. Alle Infos dazu sowie Aktuelles bietet die Website www.austria2017.org

Im Fotoblog von Special Olympics finden Interessierte viele Bilder der Per-Games.

 

SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016   SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016 SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016SPECIAL OLYMPICS - Pre-Games 2016

Bilder: GEPA pictures/Special Olympics (Hans Oberländer, Harald Steiner, Christian Walgram)