Der Junker – ein echter Steirer

Ein urtypisch steirischer Jungwein vereint Geschmack und Tradition

Alljährlich präsentiert sich Anfang November – wenige Tage vor dem Martinifest – der neue Jahrgang der Marke „Steirischer Junker“.

 

Das Laub der Bäume wird zunehmend bunter, die Luft ist frisch und klar, und mit dem ersten Reif zieht für Genießer ein lang ersehnter Jahresabschnitt ins Land. Während es in den Weinkellern noch gärt, freuen sich die Liebhaber edler Tropfen bereits auf die Kostproben der ersten Jungweine.

Als Pendant zum Beaujolais Primeur bzw. Beaujolais Nouveau, einem jungen französischen Rotwein, tritt in der Steiermark beinahe zeitgleich ein Wein in den Vordergrund, der sich nicht nur hierzulande größter Beliebtheit erfreut – der Steirische Junker. Er ist gekennzeichnet von fruchtigen Aromen und einem erfrischend spritzigen Geschmack. Ein Produkt voll jugendlichem Zeitgeist.

 

Zur Historie

In den 80er-Jahren kam eine Handvoll steirischer Winzer überein, einen hochwertigen Jungwein auf den Markt zu bringen.

Als Ergebnis dieser Kooperation konnte 1987 erstmals der Steirische Junker präsentiert werden – ein Produkt, das bereits im November trinkfertig in den Handel kommt und dabei höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Für damalige Begriffe ein absolutes Novum.

Mit einem erstklassigen Erzeugnis als Grundvoraussetzung, sowie einer einheitlichen Werbelinie und Vermarktung, stellten sich bald Erfolge ein.

Von Beginn an waren über 100 Winzer an der Junkerproduktion beteiligt, diese Zahl stieg kontinuierlich, mitunter bis auf über 300.

Im Jahr 2002 wurden erstmals über eine Million Flaschen abgefüllt, womit der Junker rund zwei Drittel des Marktanteiles an Österreichs Jungweinen erreichte.

 

Die Sicherung des Qualitätsstandards

Zum echten Junker wird ein in der Steiermark hergestellter Wein nur unter dem Patronat der „Marktgemeinschaft Steirischer Wein“. Dieses Gremium sichert seit 1995 die Qualitätskontrolle und überwacht zugleich den Markenschutz – ein Procedere, bei dem sich der junge steirische Wein einer Reihe von Kriterien stellen muss, bevor er sich offiziell Steirischer Junker nennen darf:

  • Er entsteht aus typischen Rebsorten der Steiermark, wobei der Winzer selbst entscheidet, welche Trauben er verwendet.
  • Er kann reinsortig oder als Cuvée angeboten werden.
  • Der Junker ist vorwiegend als Weißwein erhältlich, seltener als Schilcher, Rotwein oder Rosé.
  • Der Wein wird im Stil der Steirischen Klassik Dies bedeutet, dass weder Holz zum Einsatz kommt, noch darf der Wein einen Restzucker von mehr als vier Gramm pro Liter enthalten. Damit zählt er zu den ausgesprochen trockenen Sorten.
  • Der Steirische Junker entspricht der Stufe Qualitätswein.
  • Der fertige Wein darf maximal 12 % vol. Alkohol aufweisen.
  • Ein Steirerhut mit Gamsbart, als unverwechselbares Logo, kennzeichnet den echten Junker.

Die Einhaltung dieser Richtlinien wird streng überprüft, und eine professionelle Kommission entscheidet mittels Verkostungen, ob der Junker allen gestellten Anforderungen entspricht.

 

Auf den Zeitpunkt kommt’s an

Präsentiert wird der Junker alljährlich am Mittwoch vor Martini. Erst ab diesem Tag durfte der Junker ausgeschenkt werden.

Der Junker – die Bezeichnung steht ebenso als Synonym für den Verzehr – sollte „jung“ getrunken werden. Die heimische Gastronomie entspricht dieser Empfehlung und bietet den Junker vorwiegend im frühen Winter an, zumeist in Verbindung mit regionalen Schmankerln. Überdies veranstalten steirische Winzer hin und wieder Verkostungen auf den Skibergen der Region. Unter dem Label Wein im Schnee oder ähnlich lautenden Bezeichnungen, ist jedermann eingeladen, die charakteristische Vielfalt steirischer Weine kennen zu lernen.

Wer die Qualität der Produkte zu schätzen weiß und sich schließlich als Souvenir den ein oder anderen edlen Tropfen mit nachhause nehmen will, findet im regionalen Fachhandel ein breit gefächertes Angebot.

Steirischer Junker © Steiermark Tourismus

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Bild: Steiermark Tourismus