Die Forstauer Lourdeskapelle

In Forstau befindet sich die größte Lourdeskapelle Salzburgs – für viele ist sie weitum auch die schönste

Am Ufer des Forstaubaches erinnert die Kapelle an die Marienerscheinungen und Wunderheilungen im französischen Wallfahrtsort Lourdes.

Zur Entstehung

Über die Errichtung der Kapelle bestehen in der Forstauer Bevölkerung unterschiedliche Überlieferungen:

Vielfach wird Pfarrer Eisl als Erbauer der Kapelle genannt. Eisl, Sohn eines Flachgauer Landwirts, investierte sein Erbe und errichtete damit die Kapelle im Jahr 1892 zu Ehren der Jungfrau Maria.

Eine andere Erzählung besagt, dass die Grotte von heimkehrenden Soldaten des 1. Weltkrieges geschaffen wurde. Damit leisteten sie einem Gelübde folge, das sie vor dem Einrücken ablegten. Noch heute erinnert eine Gedenktafel in der Kapelle an die Forstauer Heimkehrer.

Besonderheiten

  • Das auffälligste Merkmal ist die Grotte mit ihren Tropfsteinen. Ein Teil davon wurde eigens aus Frankreich hierher gebracht, der Rest stammt aus dem Forstauer Gebiet am Oberhüttensee. Eine Madonna im neobarocken Stil, die eindeutig als Lourdesfigur bestimmt werden konnte, ist in die steinerne Grotte eingebettet.
  • Die Einrichtung der Kapelle stammt originalgetreu aus der Zeit der Entstehung. Im Jahr 2004 wurde die Lourdeskapelle unter Denkmalschutz gestellt.
  • Die Lourdeskapelle liegt direkt am Leonhardsweg, einem beliebten Pilgerpfad, der vom Dom in Salzburg bis zur Leonhardkirche nach Tamsweg führt.

 

Die Kapelle steht Interessierten zum Besuch offen. Auf Anfrage können Führungen unternommen werden. Terminvereinbarungen mit Herrn Josef Jäger unter 0664 / 437 60 79.

 

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