Über die Entstehung unserer Landschaft

Geologie und Klima formten unsere Umgebung und verändern sie stetig

Das Obere Ennstal wird begrenzt von den Kalkalpen im Norden und den Niederen Tauern im Süden. Die Entstehung dieser Gebirgsketten geht auf eine Jahrmillionen dauernde Entwicklung zurück.

Bedingt durch die Verschiebung der Kontinentalplatten Afrikas und Europas  kam es zur Auffaltung der Alpen. Zu jener Zeit war das Gebiet von einem tropischen Meer bedeckt, das Ton und Sand ablagerte. Unter hohem Druck und heißen Temperaturen wandelten sich diese Sedimente in Glimmerschiefer und Gneise, die heute als Gestein das Fundament der Niederen Tauern bilden.

Das Dachsteinmassiv, als Teil der Alpen, besteht aus Kalk- und Dolomitgestein. Darin eingeschlossen finden sich zum Teil Muscheln oder Korallenstöcke – Überreste eines Korallenriffs, aus eben diesem tropischen Meer.

Die letzte Eiszeit, sie endete vor ca. 12.000 Jahren, schuf das heutige Erscheinungsbild. Ihre Gletscher schürften und rundeten vormals V-förmige zu U-förmigen Tälern.

Nach dem Abtauen der Eismassen gerieten die steilen Hänge in Bewegung – es kam zu Rutschungen und Felsstürzen. Sie kommen zum Teil noch heute vor und formen auf diese Weise die Landschaft immer wieder neu. In der Region bewirken äußere Einflüsse wie Niederschläge und Gesteinsverwitterungen eine permanente Veränderung der Umgebung – vielfach beschleunigt durch Eingriffe des Menschen in die Natur.

Wer Ausführlicheres über die Entstehung des landschaftlichen Erscheinungsbildes der Region erfahren möchte, hat dazu in zwei öffentlich zugänglichen Einrichtungen Gelegenheit:

Eine Zeitreise durch die Sölktäler

Im Naturpark Sölktäler begibt sich der Besucher entlang eines Themenwanderweges im Gumpeneck auf eine geologische Zeitreise über 500 Millionen Jahre. An 24 Stationen wird die Entstehung der heimischen Gebirgslandschaft auf eindrucksvolle Weise erklärt.

Im Gumpeneck finden sich zudem unzählige geologische Besonderheiten wie verformte Marmorblöcke oder Dolinen, die auf unterirdische Höhlensysteme hinweisen.

Der Themenweg wurde als Rundwanderung angelegt, die zwei bis zweieinhalb Stunden Gehzeit in Anspruch nimmt. Im Naturparkbüro liegt ein informativer Wanderführer auf, der Näheres zu den Stationen und den geologischen Prozessen beinhaltet

 

 

Klafferkessel © Steiermark Tourismus Herbert Raffalt Sölk Steinverwerfung IMG_8465_(c)_Volkhard_Maier

Bilder: Naturpark Sölktäler (Volkhard Maier); Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt